Donnerstag, 1. Februar 2018

Rezension: Love from Boy - Roald Dahl

Titel: Love from Boy - Roald Dahls Briefe an seine Mutter
Originaltitel: Love from Boy - Roald Dahl´s letters to his mother
Autor: Roald Dahl
Herausgeber: Donald Sturrock
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2018
Seitenzahl: 352
Verlag: Rowohlt
Preis: 22,95€
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Genre: Sachbuch/Biografie


Inhalt:
«Liebe Mama,
ich habe eine wunderbare Zeit hier. Wir spielen jeden Tag Fußball. Stell dir vor, die Matratzen haben gar keine Sprungfedern …»
So beginnt der erste Brief des neunjährigen Roald an seine Mutter Sofie Magdalene, geschrieben unter dem wachsamen Blick des gestrengen Schulddirektors. Vierzig Jahre lang wird Roald Dahl wöchentlich einen Brief an seine Mutter senden: Ein Bericht seiner Erlebnisse auf Boarding School und College, seiner Abenteuer im Ausland und zu Kriegszeiten, der Höhe- und Tiefpunkte seines Lebens von der Jugend in Wales bis hin zum diplomatischen Dienst in Washington, wo Dahl Politiker wie Filmstars trifft und die Geschicke des Landes mitbestimmt. 
Er ahnt nicht, dass seine Mutter jeden einzelnen der sechshundert Briefe hüten wird wie einen Schatz.

Sofie Magdalene war Roald Dahls erste Leser- und Kritikerin. Sie ermutigte ihn dazu, Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben. Anhand dieser Briefe ist nicht nur die Entwicklung des Jungen zum Erwachsenen dokumentiert, sondern auch, wie Roald Dahl mit seiner Phnatasie, seinem erzählerischen Talent und seinem einzigartigen Schwarzen Humor zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt wurde.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Da ich ein großer Fan von Roald Dahls Geschichten „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Matilda“ und „Sophiechen und der Riese“ bin (ich habe leider nur die Filme gesehen, werde mir jetzt aber definitiv auch mal die Bücher vornehmen), war ich natürlich sehr interessiert an der Lebensgeschichte des Schöpfers dieser wunderbaren Erzählungen. Auch das Cover, dass man, wie ihr auf meinem Bild sehen könnt, aufklappen kann, gefällt mir sehr, da es auf den Briefwechsel zwischen Roald auf der einen und seiner Mutter Sofie Magdalene auf der anderen Seite anspielt.
Das Buch wurde vom Herausgeber Donald Sturrock in acht Kapitel, die sich jeweils um einen Lebensabschnitt Dahls drehen, aufgeteilt. Sehr angetan war ich von der Idee, am Anfang des Buches eine Weltkarte mit Dahls Aufenthaltsorten und passender Legende abzubilden und die Zeichen der Legende am Briefkopf jedes einzelnes Briefes abzubilden. Auf diese Weise wusste ich immer genau, wo Roald Dahl sich beim Verfassen des Briefes gerade befand. 
Zu Beginn jedes Kapitels gibt der Herausgeber zudem den Kontext der Briefe an, wodurch ich in groben Zügen Dahls Lebensgeschichte erfassen konnte. Gefallen hat mir auch, dass das Buch mit passenden Bildern von Roald, dem Ort, an dem er sich zu dem Zeitpunkt befand, oder von originalen Briefen gespickt wurde. So gewannen seine Briefe an Authentizität und Aussagekraft.
Da es sich bei den Briefen um Schriftstücke handelt, die Roald Im Alter von etwa 9 bis 50 Jahren schrieb, variiert sein Schreibstil selbstverständlich im Laufe der Zeit. Es lässt sich jedoch in vielen Briefen sein sonderbarer Humor und seine interessante Sicht auf die Welt und die Menschen erkennen. 
In anschaulichen Worten erzählt er seiner Mutter von seiner Zeit im Internat, als Pilot in Afrika und im Irak während des zweiten Weltkrieges und schließlich von den Geschehnissen in seiner eigenen Familie. Bei seinen Erzählungen berichtet er oft mit großer Offenheit, zurückzuführen auf die enge Beziehung zu seiner Mutter. 
Ich musste beim Lesen auch oft Lachen, weil Dahl einfach mit sehr viel Sinn für Humor schreibt!

Mein Fazit:
Ich kann diese Briefesammlung jedem Roald Dahl Fan wärmstens ans Herz legen!

Ein großes Dankeschön an den Rowohlt Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!

Love from Boy bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Sonntag, 28. Januar 2018

Rezension: Im Winter - Karl Ove Knausgård

Titel: Im Winter
Originaltitel: Om vinteren
Autor: Karl Ove Knausgård 
Erscheinungsdatum: 13. November 2017
Seitenzahl: 320
Verlag: Luchterhand Literaturverlag 
Preis: 22,00€
Genre: Erzählungen 


Inhalt:
Die Jahreszeiten-Bücher von Karl Ove Knausgård: "Im Winter" ist der zweite Teil einer aus vier Bänden bestehenden grandiosen Liebeserklärung an das Leben und die sinnlich erfahrbare Welt. Enthalten: Briefe an eine neu geborene Tochter, Essays über Weihnachten und den Schnee, das Licht am Winterhimmel und ein Feuerwerk zwischen den Jahren, das Leben im Winter.

Die Jahreszeiten-Bücher von Karl Ove Knausgård: "Im Winter" ist der zweite Teil einer aus vier Bänden bestehenden grandiosen Liebeserklärung an das Leben und die sinnlich erfahrbare Welt. Enthalten: Briefe an eine neu geborene Tochter, Essays über Weihnachten und den Schnee, das Licht am Winterhimmel und ein Feuerwerk zwischen den Jahren, das Leben im Winter.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Nachdem ich „Im Herbst“ von Karl Ove Knausgård gelesen habe und sehr begeistert von seinem Schreibstil und seiner Sicht auf die Welt war (hier geht es zur Rezension), wollte ich natürlich auch den zweiten seiner Jahreszeiten-Bände lesen!
Wie auch das Cover von „Im Herbst“ besteht dieses Cover aus einem schönen, zum Winter passenden  Gemälde. Auch im Buch sind einige Gemälde von Lars Lerin abgebildet, die Knausgårds Erzählungen wunderbar illustrieren. 
Wieder gibt es eine Einteilung in drei Monate (in diesem Fall Dezember, Januar & Februar), jeweils mit einem Brief an Knausgårds ungeborene und später geborene Tochter, die wirklich berühren.
Der Autor beschreibt in 60 kleinen Kapitelchen ganz alltägliche Dinge, wie z.B. Zahnbürsten, Busse und Stühle. Allerdings widmet er seine Aufmerksamkeit auch Objekten oder Themen, über die wir gar nicht Nachdenken und beleuchtet sie in einem völlig neuen Licht, wie z.B. Rohre, Weihnachtsgeschenke und Gespräche. Er schreibt in einem sehr nachdenklichen, poetischen Schreibstil, der sich deutlich von den Schreibstilen anderer moderner Autoren abhebt. 
Obwohl seine Erzählungen zum Nachdenken anregen, lässt der Autor an der ein oder anderen Stelle zum Ausgleich auch etwas Humor einfließen.
An dieser Stelle kann ich nur sagen: Werft selber einen Blick in „Im Winter“ und lasst euch von Knausgårds Sichtweisen und Perspektiven auf die Welt bezaubern.

Mein Fazit:
Dieses Buch, das für die jüngste Tochter Knausgårds geschrieben wurde, ist jedem zu empfehlen, der seinen Blickwinkel auf die Dinge um sich herum verändern möchte.

Vielen Dank an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar!

Im Winter bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Freitag, 26. Januar 2018

Rezension: Wir sind Gedächtnis - Martin Korte

Titel: Wir sind Gedächtnis 
Autor: Martin Korte 
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2017
Seitenzahl: 384
Verlag: DVA
Preis: 20,00€
Genre: Sachbuch


Inhalt:
Genau 86 400 Sekunden hat ein Tag, und in jeder einzelnen verarbeiten wir Sinneswahrnehmungen, speichern neues Wissen, erinnern uns an Vergangenes, entwickeln viele kreative Ideen und planen unsere Zukunft. Dabei halten wir es für selbstverständlich, dass wir den Alltag meistern, ohne von der Informationsflut überwältigt zu werden. Dass uns dies gelingt, verdanken wir einer Meisterleistung der Natur: unserem Gedächtnis.

Der Hirnforscher Martin Korte nimmt Sie mit auf eine Reise ins Epizentrum Ihres Ich-Bewusstseins. Er zeigt, wie vielfältig das Gedächtnis unser Denken und Handeln bestimmt – und wie wandelbar unsere Erinnerungen sind, die bei jedem Abrufen neu konstruiert werden. Er erläutert die unbewussten Seiten des Gedächtnisses, die etwa unsere Intuition und Routinehandlungen steuern, und erklärt, warum Schlaf und Vergessen so essentiell für unsere Gedächtnisprozesse sind. Kortes These ist: Erinnerungen sind nicht nur eine Anhäufung von Wissen und Einzelheiten unserer Autobiographie, sondern der Stoff, aus dem unsere Identität gemacht Anders gesagt: Wir Menschen
 sind unser Gedächtnis – und unser Gedächtnis sind wir.

Mein Lieblingszitate:


Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich aus dem Grund lesen, dass ich mich total für das menschliche Gedächtnis und seine Eigenschaften und Arbeitsweisen interessiere. Auch das Cover, das übrigens super zum Thema passt, hat mich sehr angesprochen.
Martin Kortes Buch ist in neun Kapitel eingeteilt, darunter beschäftigt er sich mit dem autobiographischen Gedächtnis, Routinen, Süchten, Träumen, und dem Einfluss der digitalen Medien auf unser Gedächtnis. Selbstverständlich haben mich nicht alle Themen gleichermaßen fasziniert, doch gab es kein Kapitel, das ich nicht gerne gelesen habe. Zu meinen Favoriten zählten die Kapitel über Routinen und Süchte und Träume, weil ich wirklich viel erfahren habe, dass mir sonst nie bewusst geworden wäre. Meiner Meinung nach war es eine gute Idee, seine Schrift mit durchgeführten Studien und Experimenten zu veranschaulichen.
Die Sprache ist, auch weil der Autor Professor für Neurobiologie ist, auf einem recht hohen, wissenschaftlichen Niveau und es werden viele Fachbegriffe benutzt. Trotzdem konnte ich Herr Kortes Erklärungen gut folgen, habe einiges über unser Gedächtnis gelernt und werde es hoffentlich nicht so schnell vergessen!
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass jedes Kapitel mit einem Zitat angefangen und mit einem „Fundstück“, also einer Anekdote passend zum Thema, geendet hat. Hier und da gibt es am Rand Zitate von anerkannten Wissenschaftlern, was noch einmal etwas Abwechslung in die Texte brachte. Um seine Ausführungen zu illustrieren, hat der Autor außerdem viele Bilder eingesetzt, was mir wirklich beim Nachvollziehen geholfen hat.
Wie ihr auf dem Bild, das ich von dem Buch gemacht habe, sehen könnt, habe ich mir gefühlt tausend Textstellen markiert, weil es einfach so viele inspirierende und auch wichtige Zitate gibt.
Im letzten Kapitel gibt der Autor schließlich Tricks, um das Gehirn fit zu halten, wie ich finde, ein äußerst gelungene Abschluss.

Mein Fazit:
Eine große Empfehlung für jeden, der die Arbeitsweisen des Gedächtnisses begreifen möchte! Ihr braucht kein Vorwissen, um Kortes Ausführungen zu verstehen!

Ein großes Dankeschön an den DVA Verlag für das Rezensionsexemplar!

Wir sind Gedächtnis bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Montag, 8. Januar 2018

Rezension: Irlands schönste Gärten - Jane Powers

Titel: Irlands schönste Gärten 
Originaltitel: The Irish Garden 
Autorin: Jane Powers
Fotograf: Jonathan Hession
Erscheinungsdatum: 27. April 2015
Seitenzahl: 400
Verlag: DVA
Preis: 49,99€
Genre: Bildband


Inhalt:
Vielen gilt England als das Gartenland per se; nur wenige wissen, dass Irland eine mindestens genauso faszinierende Vielfalt an Gärten und Pflanzen zu bieten hat. Sowohl der raue Norden als auch der durch den Golfstrom mit tropischen Klimabedingungen versehene Westen und Südwesten sowie die Wales und Cornwall zugeneigte Ostseite der Insel bieten eine große Bandbreite
hinreißender Gartenanlagen: von großen Gärten, die Bestandteil der Anwesen berühmter anglo-
irischer Adelsfamilien waren, über die der Natur abgetrotzten ummauerten Gärten von Klöstern und Herrenhäusern bis hin zu den blühenden Paradiesen passionierter Pflanzensammler der Vergangenheit und Gegenwart. Die traumhaft schönen Bilder des Fotografen Jonathan Hession fangen die beeindruckende und magische Wirkung der Anlagen und ihrer Einbettung in die Landschaft ein; die Texte von Jane Powers lassen die Gärten, ihre Entstehung und ihre Besonderheiten lebendig werden. Gehen Sie mit auf eine Reise durch rund 40 magische Refugien auf der grünen Insel!

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Da ich mich total für Gärten und ihre Zusammensetzung und Geschichte interessiere, habe ich mich sehr gefreut, vom DVA Verlag die Möglichkeit zu bekommen, dieses Buch zu erkunden! 
Schon die Aufmachung dieses gewaltigen Bildbandes ist erstaunlich schön gehalten, mit dem Cover, das den Garten von Bantry House zeigt und dem hochwertigen Einband. Hat man das Buch einmal aufgeschlagen, erwartet einen das Inhaltsverzeichnis, das für mich wirklich nützlich war, um schon genannte Gärten aufzuschlagen oder einen Überblick über die einzelnen Kategorien, in die die Gärten eingeteilt sind, zu bekommen. In einem Vorwort und einer Einführung erzählt Jane Powers von ihrem Vorhaben und gibt einen Einblick in die Geschichte der Gärtnerei in Irland, sodass auch ich als Neuling auf dem Gebiet in das Thema hineinfinden konnte. Anschließend werden im Hauptteil über 60 verschiedene Gärten ausführlich beschrieben, von ihrer Geschichte, über ihre Bepflanzung, bis zu ihrer Bedeutung, und mit einer Vielfalt an Fotografien dokumentiert. Dabei werden die Gärten in zehn Kategorien eingeteilt, um etwas Ordnung in diese bunte Mischung zu bringen. Einerseits werden herrschaftliche, große und alte Gärten, andererseits etwas kleinere, unbekannte und noch neuere beschrieben. Bei ihren Erzählungen geht die Autorin äußerst detailliert vor, da sie selber in Irland herumreiste, um jeden Gärten persönlich kennenzulernen. Auch befasst sie sich mit der Geschichte, die teilweise bis bis in 15. Jahrhundert hineinreicht, was, wie ich finde, sehr beeindruckend ist. Natürlich kannte ich als Laie kaum Pflanzen, die über die fast 100 Seiten vorgestellt wurden, habe dafür aber umso mehr gelernt und einen Eindruck von der Vielfalt der Natur und vor allem der, vom Menschen angelegten Natur bekommen. Gefallen hat mir auch, dass es vor
jedem Kapitel eine Einleitung gab, um vorauszusagen, um was für eine Art Garten es sich auf den nächsten Seiten handeln wird. Beim Durchblättern weiß man gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll, weil es einfach eine Unmenge an Pflanzen zu entdecken und erkunden gibt!


Mein Fazit:
Ich kann diesen monumentalen Bildband allen Gartenliebhabern empfehlen, die sich für Gartenvielfalt in Irland interessieren! Ein wunderbares Buch mit unzähligen Bildern, dass wirklich liebevoll gestaltet wurde.

Ein riesiges Dankeschön an den DVA Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!

Irlands schönste Gärten bekommt von mir volle 5/5 Sterne!