Montag, 19. August 2019

Rezension: Notes from the upside down - Guy Adams

Titel: Notes from the upside down - Das inoffizielle Buch zu Stranger Things
Originaltitel: Notes From the Upside Down
Autor: Guy Adams
Erscheinungsdatum: 15. April 2019
Seitenzahl: 288
Verlag: Goldmann
Preis: 10,00€
Genre: Fanbuch


Inhalt:
Hat euch Stranger Things auch so begeistert wie Millionen andere Zuschauer weltweit? Dann ist dieses inoffizielle Fanbuch zur megaerfolgreichen Science-Fiction-Mystery-Serie auf Netflix – mit beeindruckenden Details zu Staffel 1 und 2 – genau das Richtige für euch. Denn in ihm wird die DNA der Serie sorgfältig seziert und in ihre Einzelteile zerlegt. Solltet ihr euch je gefragt haben, warum Spielberg ein solch großer Einfluss war, welche Bücher von Stephen King ihr unbedingt lesen solltet und wie eigentlich State Trooper David O'Bannon zu seinem Namen kam, dann ist „Notes from the Upside Down“ genau die richtige Munition für euch. Autor Guy Adams ist ein Superfan der Serie und nimmt uns mit auf einen faszinierenden Trip in die Welt auf der anderen Seite...

Meine Meinung:
Als großer Fan der Serie und, weil sich die Wartezeit jetzt nach der dritten Staffel bis zur vierten noch lange hinziehen wird, hat sich dieses Buch mit seinem Blick hinter die Kulissen sehr verlockend angehört.
Der Autor beginnt mit einer Einführung, in der er über die Entstehung der Serie und auch die Karriere der Duffer-Brüder berichtet, was einen wirklich guten ersten Überblick verschafft.
Anschließend fährt er damit fort, jede einzelne Episode einmal auseinanderzunehmen. Sein Augenmerk liegt dabei auf Anspielungen auf Filme, dem Soundtrack, den Schauspielern und dem Einfluss von verschiedenen Regisseuren oder der geschichtlichen Entwicklung.
Zudem fügt er zu jedem Kapitel ein kleines Quiz à10 Fragen hinzu, die jedoch sehr schwierig zu beantworten sind, hat man nicht direkt davor die jeweilige Folge gesehen. Glücklicherweise werden die Fragen auf den letzten Seiten des Buches vom Autor beantwortet.
Nach dem Besprechen der einzelnen Episoden folgt die Vorstellung der wichtigsten Schauspieler, was ich persönlich als Hintergrundinformationen echt hilfreich fand. 
Daraufhin gibt Guy Adams noch eine Liste von Liedern und eine von Filmen heraus, die der Fangemeinde von Stranger Things gefallen könnten. Diese Listen können dem ein oder anderen Fan die Wartezeit erheblich verkürzen. 
Zum Schluss wirft der Autor noch einen Blick in die zweite Staffel, wobei er sich sehr viel kürzer als im ersten Teil hält, aber die gleichen Kriterien bearbeitet. 
Sein Schreibstil gefällt mir wirklich gut, da er sein Publikum regelmäßig mit rhetorischen Fragen und anderem in seine Überlegungen mit einbezieht und er auch sehr humorvoll schreibt. 
Ich musste wirklich oft schmunzeln.

Mein Fazit:
Ein informatives Buch, dass ich allen Stranger Things Begeisterten ans Herz legen kann.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Notes from the upside down bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 7. August 2019

Rezension: Paris - Megan Hess

Titel: Paris: Der Fashion- und Lifestyle-Guide
Originaltitel: Paris Through a Fashion Eye 
Autorin: Megan Hess
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2018
Seitenzahl: 208
Verlag: Prestel
Preis: 18,00€
Genre: Reiseführer


Inhalt:
Wer der Mode in ihrer luxuriösesten Form verfallen ist, kennt nur ein Ziel: Paris, die Wirkungsstätte von Ikonen wie Karl Lagerfeld oder Christian Louboutin. Für alle, die das Flair der eleganten Metropole schon vor Reisebeginn auskosten möchten, hat die erfolgreiche Mode-Illustratorin und Bestseller-Autorin Megan Hess diesen unverzichtbaren Guide geschneidert. In ihrem charmenten Zeichenstil präsentiert sie die ultimativen Must-gos in der Hauptstadt der Mode und ihre persönlichen Lieblingsorte: vom Haute-Couture-Shopping bei Lanvin, Cartier und Hermès bis zur Schnäppchenjagd in der Rue Saint-Honoré, vom Galerien-Bummel im Marais und einem Besuch in Coco Chanels Privat-Appartement bis zum entspannten Café au lait im berühmten Café de Flore. Très chic!


Meine Meinung:
Diesen Reiseführer der etwas anderen Art wollte ich unbedingt lesen, weil es für mich kurze Zeit später das erste Mal nach Paris ging und ich die Stadt so besser kennenlernen wollte. 
Die äußere Gestaltung, vor allem das gezeichnete Cover und der grüne Buchschnitt, gefallen mir sehr gut.
Im Inhaltsverzeichnis ist erkennbar, dass das Buch in die Themenfelder „Einleitung“, „Unterwegs“, „Shopping“, „Übernachten“ und „Essen & Trinken“ eingeteilt ist, was für eine übersichtliche Struktur sorgt. In der Einleitung erzählt Megan Hess von ihrer persönlichen Beziehung zu Paris, ein guter Einstieg für den weiteren Verlauf des Buches. Die Künstlerin hat sich die Mühe gemacht, für jede einzelne Seite eine Zeichnung anzufertigen und diese Kunstwerke enthalten immer einen Farbtupfer, sodass das Ganze etwas fröhlicher wird. 
Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass die enthaltenen Informationen nicht viel Auskunft über geheime Orte geben und auch leicht über das Internet nachzulesen wären.
Auch wenn mir die Skizzen sehr gefallen haben und ich einige interessante Dinge erfahren habe, fehlen mir an vielen Stellen persönlichere Erfahrungen der Autorin. 
Auch ist auffallend, dass die Shopping-Adressen, Hotels und Restaurants sich alle im fünf-Sterne Bereich befinden, sodass es nur sehr wohlhabenden Menschen möglich ist, auf ihre Vorstellungen näher einzugehen.
Ich würde dieses Buch nicht als Reiseführer, sondern eher als Geschenkartikel bezeichnen, da es sich als Präsent im Gegensatz zur Informationsquelle sehr gut macht.

Mein Fazit:
Ein äußerlich super schön gestalteter Guide, dem es nur etwas an Inhalt und vielfältigen Adressen für alle Preisgruppen fehlt.

Paris: Der Fashion- und Lifestyle-Guide bekommt von mir 3/5 Sterne!


Mittwoch, 19. Juni 2019

Rezension: Flüchtige Seelen - Madeleine Thien

Titel: Flüchtige Seelen 
Originaltitel: Dogs at the Perimeter 
Autorin: Madeleine Thien
Erscheinungsdatum: 09. Oktober 2017
Seitenzahl: 256
Verlag: btb
Preis: 10,00 €
Genre: Roman 

Inhalt:
Die Neurologin Janie kam als Mädchen von Kambodscha nach Kanada und hat sich in Montreal ein neues Leben aufgebaut. Als ihr Kollege und Mentor Hiroji plötzlich spurlos verschwindet, bricht diese Welt für sie zusammen, und sie muss sich der eigenen Vergangenheit stellen. Die preisgekrönte Schriftstellerin Madeleine Thien folgt den Erinnerungen, Verletzungen und Träumen ihrer Figuren aus dem Kanada der Gegenwart in den tropischen Dschungel Kambodschas in den siebziger Jahren, als dort die Roten Khmer mit brutalem Terror und der Ermordung von Millionen von Menschen eine neue Gesellschaftsordnung errichten wollten. Mit klarer, sanfter Sprache erzählt sie vom Verlust und von der Wiedergewinnung der Menschlichkeit.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Dieses Buch, das nebenbei bemerkt ein sehr ansprechendes Cover hat, das nach Beenden wirklich gut zum Inhalt passt, habe ich schon vor einem guten Jahr angefangen und dann aus der Hand gelegt, weil ich  mich einfach nicht mehr weiter in das Geschehen hineinversetzen konnte. Jetzt wollte ich ihm aber fairerweise eine weitere Chance geben. 
Ich wusste zwar nicht mehr viel über die einzelnen Charaktere, doch nach einiger Zeit fand ich mich ganz gut zurecht. Es wird abwechselnd aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, mal gibt es Rückblenden, mal Kapitel, die in der Gegenwart spielen. Das hat finde ich zwar einiges an Abwechslung gebracht, war aber teilweise auch verwirrend. Die Geschichte, bzw. die Geschichten an sich wirkten auf mich so echt, dass ich es glauben würde, wenn mir jemand erzählte, es handele sich um wahre Begebenheiten. Die Schicksale der verschiedenen Protagonisten gingen mir wirklich nahe, weil es sich bei einigen vor allem noch um Kinder handelt, die vollkommen auf sich allein gestellt ums Überleben kämpfen. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr anschaulich und poetisch, der Roman war leicht zu lesen und ich habe ihn nach der riesigen Pause auch recht schnell beendet. 
Obwohl er aus nur etwa 250 Seiten besteht, hatte ich den Eindruck, dass Madeleine Thien sehr detailverliebt über das damalige Leben der Menschen in Kambodscha geschrieben hat. Ich fühlte mich, als würde auch ich mich in dieser unzivilisierten, von den Roten Khmer gewaltsam unterdrückten Welt befinden. Die Lektüre dieses Buches hat auf alle Fälle zu meiner Allgemeinbildung beigetragen, ich habe vieles gelernt, was ich vorher nicht wusste.
Zum Ende möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel sagen, da ihr das Buch dann schon selber lesen müsst. :)

Mein Fazit:
Ein unglaublich berührender Roman über die Schicksale von Menschen, die in den siebziger Jahren von den Roten Khmer in Kambodscha terrorisiert und gequält wurden.

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar!

Flüchtige Seelen bekommt von mir 4/5 Sterne!







Donnerstag, 13. Juni 2019

Rezension: Everland - Rebecca Hunt

Titel: Everland 
Originaltitel: Everland 
Autorin: Rebecca Hunt
Erscheinungsdatum: 13. Juni 2017
Seitenzahl: 416
Verlag: Luchterhand Literaturverlag 
Preis: 22,00
Genre: Roman 


Inhalt:
Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Ich empfand den Klappentext dieses Buches als sehr vielversprechend und wollte darum einen Blick hinein werfen. Leider habe ich den Roman nach etwa hundert Seiten zur Seite gelegt und dann fast zwei Jahre nicht mehr angerührt. Mein Interesse war irgendwie nicht mehr wirklich vorhanden. Jetzt wollte ich „Everland“ nach einiger Zeit noch eine zweite Chance geben. Ich habe nun noch einmal zwei Wochen gebraucht, um es zu beenden.
 Nach einigen Seiten konnte ich mich zumindest wieder einigermaßen in die Geschichte hineinversetzen. Es wird abwechselnd aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, jeweils zwei aus dem Jahr 1913 und eine aus 2012. Nach und nach verflochten sich die Erzählstränge und alles machte mehr Sinn. Es wird außerdem auch aus unterschiedlichen Sichten der Charaktere erzählt, wobei ich sagen muss, dass es meiner Meinung nach mit so vielen Charakteren etwas unübersichtlich wurde. Der Schreibstil an sich hat mir nicht sonderlich gefallen, weil er für meinen Geschmack zu oft in Schilderungen der Antarktis übergegangen ist. Positiv aufgefallen ist mir dafür, dass die Personen sehr realistisch gezeichnet wurden, sodass sie wie vollkommen unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Träumen wirkten. Auch die Entwicklung der Charaktere im Verlauf der Handlung, vor allem unter den schwierigen Bedingungen der Antarktis, war wirklich beeindruckend. Leider hat sich die Geschichte nach meinem Empfinden teilweise etwas in die Länge gezogen und wurde an einigen Stellen langatmig.
Das Ende hingegen gefiel mir wirklich gut, wobei ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten möchte.

Mein Fazit:
Ein teilweise etwas langatmiger Roman mit einer dafür sehr realistischen Charakterentwicklung.

Vielen Dank an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar!

Everland bekommt von mir 3/5 Sterne!