Samstag, 29. Dezember 2018

Rezension: Das Silmarillion - J. R. R. Tolkien

Titel: Das Silmarillion
Originaltitel: The Silmarillion
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Achim Höppner
Erscheinungsdatum: 10. November 2014
Seitenzahl: 558
Verlag: der Hörverlag
Preis: 13,49€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Das Silmarillion erzählt die Götter- und Heldensagen Mittelerdes von der Erschaffung der Welt bis zum Beginn des Dritten Zeitalters, in dem die Hobbits leben.

»Das Silmarillion« erzählt von den Ereignissen des Ersten Zeitalters - jener fernen Epoche von Mittelerde, auf welche die Helden des »Herrn der Ringe« immer wieder in Ehrfurcht zurückblicken.
(Und manche von ihnen, wie Elrond und Galadriel, aber auch Sauron, haben sie miterlebt.) Es ist die Zeit der Elben, der Langlebigen, deren Liebe zu den Dingen so weit ins einzelne geht, dass sie allem Namen geben. Die Menschen (die Kränklichen, die Nachtfürchtigen, die Unbegreiflichen) kommen eben erst aus den Wildnissen des Ostens hervor.
In dieser Welt, in der noch nicht alle Wege krumm sind, entwickelt sich auch die Erzählung in mächtigeren Bahnen, als wir es seither kennen. Melkor, der Meister des Verrats, raubt die Silmaril, in denen das Licht verschlossen liegt, das älter ist als Sonne und Mond; und Feanor und seine Söhne, um sie zurückzugewinnen, sagen ihm einen hoffnungslosen Krieg ohne Ende an. Ein Erdteil von 
Geschichten kommt in Bewegung, Geschichten, die in den Liedern der Elben besungen und hier im »Silmarillion« erzählt werden.

Meine Meinung:
Als sehr großer „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ Fan wollte ich schon seit einiger Zeit mal „Das Silmarillion“ lesen (oder auch hören). Zur Aufmachung kann ich schon einmal sagen, dass ich sehr begeistert von dem kleinen Büchlein bin, das dem Hörbuch beigelegt ist. Neben einer kleinen Einführung in die Geschichte enthält es Informationen zu J. R. R. Tolkien und zum Sprecher Achim Höppner. Zudem beinhaltet es einige Stammbäume zu den wichtigsten Figuren, ein Namenregister, in dem wirklich alle Personen und Orte kurz beschrieben sind und auch eine Auswahl an Elementen in den Quenya- und Sindarin-Namen, die dabei helfen, die Eldarin-Sprachen zu verstehen. All diese Informationen waren mir sehr hilfreich, wenn ich mal etwas nachschlagen musste, da das Buch sich mit vielen Charakteren und Orten beschäftigt. Für die Orte war außerdem die Karte am Ende des Büchleins hilfreich, die einen guten Überblick verschafft.
Und jetzt komme ich zur Geschichte: Wer Tolkiens andere Bücher mag, wird dieses auch mögen. Es wird von der Zeit vor dem Erscheinen der Hobbits erzählt, von der Entstehung der Welt bis zum Beginn des dritten Zeitalters. Auf diesen gut 500 Seiten passiert so unglaublich viel, dass man alles gar nicht auf die Schnelle aufzählen könnte. Ich fande es unglaublich interessant, von den ganzen Geschehnissen zu hören, die vor dem Hobbit und dem Herrn der Ringe passiert sind. Manchmal habe ich zwar den Überblick über all die vielen verschiedenen Figuren und Orte verloren, aber das Booklet hat mir an dieser Stelle meist weitergeholfen. Während der 15 einhalb Stunden, die das Hörbuch lief, habe ich mich nicht einmal gelangweilt, es war die ganze Zeit über mitreißend. 
Dazu beigetragen hat auch Achim Höppner, die deutsche Synchronstimme für Gandalf, der wundervoll vorgelesen hat.
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen, überzeugt euch einfach selbst. :)
Ich werde mir nach dieser Lektüre auf jeden Fall auch noch Tolkiens andere, bisher erschienene Bücher ansehen!

 Mein Fazit:
Für Liebhaber vom Hobbit und Herrn der Ringe ein absolutes Muss! Einfach zauberhaft!

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Das Silmarillion bekommt von mir volle 5/5 Sterne!   

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Rezension: Alice im Wunderland - Lewis Carroll

Titel: Alice im Wunderland 
Originaltitel:
Autor: Lewis Carroll
Sprecherin:  Josefine Preuß
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2018
Seitenzahl: 160
Verlag: cbj Audio
Preis: 8,95€ (Hörbuch)
Genre: Fantasy

Inhalt:
Josefine Preuß' emotionale Lesung versetzt ihre Hörer mitten hinein in eine aufregende Traumwelt: das fantastische Wunderland aus Lewis Carrolls weltberühmtem Klassiker. Ihrer Zeit weit voraus, wagt sich seine eigensinnige Heldin Alice dort allein auf Entdeckungsreise und begegnet allerhand skurriler Gestalten: Vom weißen Kaninchen mit der Taschenuhr über die Grinsekatze bis zum verrückten Hutmacher! Mit viel Mut und Fantasie meistert Alice jede Herausforderung und bietet sogar der unerbittlichen Herzkönigin die Stirn.


Meine Meinung: 
Als großer Fan der Alice im Wunderland Filme wollte ich selbstverständlich auch mal einen Blick in das Buch, oder auch das Hörbuch werfen. Ich konnte mich von Anfang an super in die Geschichte hineinversetzen. Da das Hörbuch nur ungefähr drei Stunden geht, war ich mit dem Hören auch entsprechend schnell fertig. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es etwas länger gehen würde, weil auch in den Filmen so viel passiert. Es gibt auch einige Szenen, die gar nicht in den Filmen erwähnt werden, aber das ist wohl immer der Fall.
Es kommen super viele verschiedene Charaktere vor, die mir mal symphatisch waren und mal weniger. Müsste ich mich für zwei Lieblingscharaktere entscheiden, wären das definitiv der Hutmacher mit seiner skurrilen Art und die Grinsekatze.
Der Schreibstil des Autors hat mir auch sehr gut gefallen, er ist anschaulich und abwechslungsreich.
Das Einzige, das mir nicht so zugesagt hat, war die Erzählstimme der Sprecherin Josefine Preuß, weil sie meiner Meinung nach manche Figuren etwas zu speziell gesprochen hat. So gab es beispielsweise eine Maus, die eine so hohe Quietschestimme hatte, dass ich gefühlt jedes Mal zusammengezuckt bin, wenn sie angefangen hat zu sprechen.
Das ändert aber natürlich nichts an Carrolls genialer, unglaublich fantasievoller Geschichte, die sehr zum Nachdenken über dies und jenes anregt und auf keinen Fall nur für Kinder geeignet ist.
Pluspunkte bekommt auch die Kurzinformation über Lewis Carroll und Josefine Preuß, die dem Hörspiel beigelegt ist.

Mein Fazit:
Nicht umsonst einer der Klassiker der Literatur, eine wunderbare Geschichte, die einen wortwörtlich ins Wunderland schickt.

Alice im Wunderland bekommt von mir volle 5/5 Sterne! 





Freitag, 23. November 2018

Rezension: Gottes Werk und Teufels Beitrag - John Irving

Titel: Gottes Werk und Teufels Beitrag
Originaltitel: The Cider House Rules
Autor: John Irving
Sprecher: Johannes Steck
Erscheinungsdatum: 17. August 2015
Seitenzahl: 848
Verlag: Random House Audio
Preis: 20, 45€ (Hörbuch)
Genre: Roman 


Inhalt:
Homer ist anders als die anderen Kinder im Saint-Cloud´s Waisenhaus: Er will nicht weg. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch ihm daher, zu bleiben – unter der Bedingung, daß er im Waisenhaus mit angeschlossener Entbindungs- und Abtreibungsstation bei »Gottes Werk« – dem Entbinden – und bei »Teufels Beitrag« – dem Abtreiben – assistiert. Doch das ist nur der Beginn von Homers Odyssee.

Meine Meinung:
Dieses Hörbuch wollte ich unbedingt hören, weil mir die Verfilmung mit Tobey Maguire von 1999 einfach so gut gefallen hat. Zugegebenermaßen habe ich für das Hören ungefähr zweieinhalb Monate für die 28 Stunden und 36 Minuten gebraucht. Das lag aber auch daran, dass ich zwischendurch schlicht und ergreifend lieber gelesen habe.
 Zur Geschichte kann ich nur sagen, dass mir keine einzelne Minute langweilig wurde. John Irvings Schreibstil hat etwas besonderes, er beschreibt an einer Stelle die Gedanken einer Person, um dann beispielsweise in die Beschreibung des Apfelanpflanzungsprozesses überzugehen. Durch diese oft detailgetreue Darstellung von Hauptprotagonist Homer, aber auch von Dr. Larch, Candy, Wally oder Angel konnte ich mich super in die Charaktere hineinfühlen. Er erschien mir erst wie ein recht normaler Junge, stellte sich nach und nach jedoch als ungewöhnlich in seiner Art, mit anderen Menschen umzugehen, heraus. Sehr gefallen hat mir auch die Stimme von Johannes Steck, der wunderbar betont und auch in verschiedenen Stimmlagen für die unterschiedlichen Figuren liest, sodass ich immer wusste, wer denn gerade das Wort hat.
John Irving hat meiner Meinung nach eine gute Mischung aus Humor und Ironie und Ernsthaftigkeit gefunden. Die Dialoge sind meist kunstvoll ausgearbeitet und weisen ein hohes literarisches Niveau auf. Oft hatte ich den Eindruck, dass der Roman nicht erst 1985, sondern schon sehr viel früher erschienen ist. Dazu hat vielleicht auch das historische Setting beigetragen, denn das Buch spielt hauptsächlich in den 40er Jahren. 
Im Roman kommen auch einige Charaktere und Handlungsstänge vor, die im Film nicht thematisiert wurden, sodass eine umfassenderere Vorstellung von Homers Welt entsteht.
Ich werde mich nachdem ich dieses Hörbuch gehört habe, sicherlich nach mehr Werken von John Irving umsehen!

Mein Fazit:
Ein wundervoller, sehr besonderer Roman über das Leben eines gewöhnlich anmutenden Jungens, der seinen Platz in der Welt zu finden versucht.

Vielen Dank an den Random House Audio Verlag für das Rezensionsexemplar!

Gottes Werk und Teufels Beitrag bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Sonntag, 11. November 2018

Rezension: Der Insasse - Sebastian Fitzek

Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Erscheinungsdatum: 24. November 2018
Seitenzahl: 384
Verlag: Droemer HC
Preis: 22,99€
Genre: Psychothriller


Inhalt:
Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Ber​k​hoff. 
Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah. 
Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt. 
Max’ Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben: 
Er muss selbst zum Insassen werden.

Mein Lieblingszitat:
 

Meine Meinung:
Nachdem ich im Oktober mit „Die Therapie“ ein vollkommen neues Gerne und einen vollkommen neuen Autor für mich entdeckt habe, kaufte ich mir direkt „Das Paket“ und „Der Seelenbrecher“ und verschlang sie in wenigen Stunden.
Aus diesem Grund wollte ich Fitzeks neuen Psychothriller „Der Insasse“ selbstverständlich auch lesen. Von der Optik her gefällt mir das Buch mit dem fluffigen Cover, das wie eine Gummizelle aussieht, und dem roten Buchschnitt sehr. Selbst wenn es verrückt klingt: Der Geruch des Buches ist meiner Meinung nach so gut, dass man daraus ein Parfüm herstellen sollte! ;)
Als ich dann einmal mit dem Lesen angefangen hatte, habe ich das Buch, wie auch schon die drei Bücher zuvor, kaum aus der Hand gelegt und fast in einem Rutsch beendet.
Das lag teilweise auch daran, dass die Kapitel recht kurz waren und meist mit einem Cliffhanger endeten, der mich kurz innehalten und direkt darauf neugierig weiterlesen ließ.
Es wurde schon auf der ersten Seite spannend und die Spannung hielt sich das ganze Buch hindurch bis zum Ende auf einem Niveau. Durch den anschaulichen Schreibstil, der oft aus kurzen Sätzen besteht, konnte ich mich sehr gut in Hauptprotagonist Till hineinversetzten und der Nervenkitzel wurde noch einmal erhöht.
Gut gefallen hat mir auch, dass teilweise aus anderen Perspektiven erzählt wurde, was zum Nachdenken angeregt hat und etwas Klarheit in das ganze Rätsel brachte.
In „Der Insasse“ kommen meinem Empfinden nach mehr Brutalität und gewaltsame Szenen vor, als in den Büchern, die ich bisher von Fitzek gelesen habe. Dies hat mich aber gar nicht gestört, weil es die ganze Handlung noch schockierender gemacht hat und der Psychothriller mir so noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Zur Geschichte an sich möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen, weil euch das sonst die ganze Spannend vermiesen würde. Nur soviel: Es gibt wie gewohnt viele überraschende Wendungen und ein unglaubliches Ende.
Ich werde meinen Fitzek-Marathon definitiv nicht unterbrechen und mich bald an „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ machen, die schon in meinem Bücherregal auf mich warten! :)

Mein Fazit:
Neben „Die Therapie“ bisher mein liebster Fitzek, atemlos spannend, schockierend und unglaublich spannend!

Ein riesiges Dankeschön an den Droemer Knaur Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!

Der Insasse bekommt von mir volle 5/5 Sterne!