Mittwoch, 4. November 2020

Rezension: Roverandom - J.R.R. Tolkien

Titel: Roverandom
Originaltitel: Roverandom
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Ulrich Noethen
Erscheinungsdatum: 13. März 2003
Laufzeit: 2h 38min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 14,95€
Genre: Kinderbuch

Inhalt:
Als kleiner Hund legt man sich besser nicht mit einem schlecht gelaunten Zauberer an, denn sonst wird man womöglich, schneller als man blinzeln kann, in ein Spielzeug verwandelt...

Meine Meinung:
Mittlerweile müsstet ihr wohl alle mitbekommen haben, dass ich seit Monaten jedes von Tolkien für seine Kinder geschriebene Buch, das ich in die Hände bekommen kann, mit Vergnügen höre. 
Auch bei diesem wundervollen Exemplar wurde ich nicht enttäuscht. Das Cover, das mir mit seinem Bild des kleinen Protagonisten schon sehr zugesagt hat, verspricht nicht zu wenig. 
Wieder einmal schreibt Tolkien sehr humorvoll und entführt uns mit seinem anschaulichen Schreibstil in ein Reich der Fantasie, von dem wir nicht zu träumen wagen. Ich habe mich während des gesamten Hörens nicht einmal gelangweilt und war die ganze Zeit über gespannt darauf, was Roverandom wohl als nächstes erleben mochte. 
Auch bei diesem Hörbuch kann ich wieder ganz klar sagen: Es handelt sich um eine Geschichte für jedes Alter, auch Erwachsene werden ihren Spaß dabei haben. 
Der Sprecher ist dieses Mal ein anderer, und zwar Ulrich Noethen, der auch beim Sams mitspielt. Er verleiht dem Hörbuch aber, genau wie z.B. Gert Heidenreich auch, einen besonderen Charakter, der dazu einlädt, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass sie zwar nicht alle gleich sympathisch, dennoch der eine als auch der andere auf ihre eigene Art liebenswürdig sind.
Wieder einmal werde ich mich nach weiteren Kinderbüchern Tolkiens umsehen, auch wenn ich ein bisschen die Befürchtung habe, bald leider schon alle zu kennen.

Mein Fazit:
Eine Geschichte für jedes Alter, die die Grenzen der Fantasie erkundet und zu einer wunderbaren Reise einlädt.

Ein großes Dankeschön an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Roverandom bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 9. September 2020

Rezension: Bauer Giles von Ham - J.R.R. Tolkien

Titel: Bauer Giles von Ham
Originaltitel: Farmer Giles of Ham
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Hans Paetsch
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2005
Laufzeit: 59 min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 9,95€
Genre: Kinderbuch

Inhalt:
Er war Bauer Giles von Ham, und er hatte einen roten Bart. Ham war nur ein Dorf, aber Dörfer waren in jenen Tagen noch stolz und unabhängig. Als Bauer Giles eher zufällig einen verirrten Riesen in die Flucht schlägt, wird er zum umjubelten Lokal-Matador - bis der Drache kommt. Des Königs Ritter kneifen und unterhalten sich lieber über die neueste Hutmode, so dass sich Bauer Giles, gedrängt von den Dorfbewohnern, der Sache stellen muss... Doch mit Hilfe seines Schwerts Schwanzbeißer, das ihm der König versehentlich geschenkt hat, meistert er auch diese Situation und steigt zu Ruhm und Ehre auf.

Meine Meinung:
Ich glaube, ich brauche an dieser Stelle nicht wiederholen, dass ich sehr angetan von Tolkiens Kinderbüchern bin und am liebsten jedes einzelne lesen oder hören würde. 
Auch bei "Bauer Giles von Ham", dessen Cover meiner Meinung nach auch wieder sehr schön gestaltet ist, konnte ich mich wieder sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Charaktere, vor allem der Protagonist mit seinem ewig langen Namen, laden dazu ein, ihr Abenteuer mit zu verfolgen. 
Der Schreibstil ist wie immer von einer Prise Humor angehaucht, sodass ich an der ein oder anderen Stelle schmunzeln musste. Die Geschichte an sich hat mich sehr an ein Märchen erinnert, sie regt die Fantasie an und lädt zum Träumen ein. Natürlich möchte ich euch jetzt nicht zu viel über sie verraten, hört sie euch einfach selber an. ;)
Der Sprecher erledigt seinen Job wirklich wunderbar, indem er dem Ganzen eine spannende Atmosphäre verleiht, die nach Abenteuern ruft.
Alles in allem habe ich wirklich nur Positives über das Hörbuch zu berichten und werde mich wieder einmal weiterhin auf die Suche nach weiteren Kinderbüchern Tolkiens machen.

Mein Fazit:
Wieder einmal ein Kinderbuch, das auf alle Fälle auch für Erwachsene geeignet ist und die Fantasie eines jeden in Schwung bringt.

Vielen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bauer Giles von Ham bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Dienstag, 25. August 2020

Rezension: Die Briefe vom Weihnachtsmann - J.R.R. Tolkien


Titel: Die Briefe vom Weihnachtsmann
Originaltitel: Father Christmas Letters
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Christian Hoening 
Erscheinungsdatum: 12. September 2002
Laufzeit: 1h 5min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 9,95€
Genre: Kinderbuch



Inhalt:
Briefe an den Weihnachtsmann schreibt jedes Kind - aber welches bekommt schon Briefe von ihm zurück? Dieses Glück hatten John, Michael, Christopher und Priscilla, die Kinder von J. R. R. Tolkien. In den Briefen, die sie jedes Jahr - einer Familientradition folgend - erhielten, wird die Welt am Nordpol immer bunter und vielfältiger. Mit jeder Geschichte erfahren wir etwas Neues vom Weihnachtsmann und seinem putzig-trotteligen Helfer, dem Polarbären Karhu. Was der Weihnachtsmann bei der Erfüllung seiner anspruchsvollen Aufgabe erlebt, welche Pannen bei den schwierigen Weihnachtsvorbereitungen passieren können und warum es einige Weihnachtsfeste beinahe nicht gegeben hätte - das alles hören wir hier.
Christian Hoening erzählt mit brummiger und liebevoller Weihnachtsmann-Stimme vom Nordpolarbär und seinen Neffen Paksu und Valkotukka, von Schnee-Elfen, roten Zwergen und bösen Kobolden. Und zum Schluss weiß nicht nur jedes Kind, wo der Schalter für die Polarlichter ist.

Meine Meinung:
Wenn ihr meinen letzten Post gesehen habt, wisst ihr sicher, dass ich mich nach weiteren Büchern Tolkiens umsehen wollte, die er für seine Kinder geschrieben hat. Und hier bin ich nun. Zur Aufmachung des Hörbuchs kann ich wieder sagen, dass sich dabei Mühe gegeben wurde und es sogar wieder Zeichnungen enthält, die original aus Tolkiens Feder stammen. 
Die Geschichte an sich hat mir auch sehr gut gefallen, sie hat einfach den typischen Tolkien-Flair, der aus einer überbordenden Fantasie und einer Prise Humor besteht.
Die Charaktere, vor allem den tollpatschigen Polarbären muss man einfach mögen und gespannt seine nächsten Streiche abwarten. Gut fand ich auch, dass die Briefe wirklich aus einer Reihe von aufeinanderfolgenden Jahren stammen und auch bemerkbar wird, dass das aktuelle Zeitgeschehen immer ein bisschen mit reinspielt. Was dazu noch Realität in die ganze Geschichte bringt, ist die Tatsache, dass Tolkien diese Briefe wirklich Jahr für Jahr für seine Kinder schrieb.
Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass er wirklich kindergerecht ist, aber Erwachsene beim Hören auf alle Fälle auch auf ihre Kosten kommen.
Nun werde ich mich wohl weiter auf die Suche nach Tolkiens Meisterwerken machen und Ausschau nach weiteren Geschichten halten.

Mein Fazit:
Ein zauberhaftes Hörbuch, das für wirklich alle Altersklassen geeignet ist.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Briefe an den Weihnachtsmann bekommen von mir volle 5/5 Sterne!

Donnerstag, 30. Juli 2020

Rezension: Herr Glück - J.R.R. Tolkien

Titel: Herr Glück
Originaltitel: Mr. Bliss
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum: 25. November 2013
Laufzeit: 47 min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 12,99€
Genre: Kinderbuch


Inhalt:
Herr Glück ist ein Exzentriker. Er ist berühmt wegen seiner Vorliebe für hohe Hüte und für das Giraffi nchen, das in seinem Garten lebt. Eines Tages beschließt er, ein Auto zu kaufen. Doch schon bei seiner ersten Fahrt stellen sich ihm einige Hindernisse in den Weg. Manches beruht auf den zweifelhaften Fahrkünsten von Herrn Glück. Doch für das meiste kann man ihn wirklich nicht verantwortlich machen. Wer kann schon vorhersehen, dass er von drei Bären überfallen wird? 

Meine Meinung:
Wie ihr mittlerweile bestimmt mitbekommen habt, bin ich großer Tolkien Fan und wollte mich jetzt auch mal an eines seiner Werke heranwagen, das nicht in Mittelerde spielt. Ich habe es, als ich einmal angefangen hatte, auch in einem Rutsch durchgehört (ich weiß, kein Kunststück bei 47 min). Zur Geschichte an sich kann ich nur sagen, dass sie wirklich unterhaltsam ist (und das nicht nur für Kinder) und ich das ein oder andere Mal auch Schmunzeln musste. Wie schon von Tolkien gewohnt, ist die Handlung zudem sehr fantasievoll gestaltet und regt zum Nachdenken an. Obwohl ich die Charaktere nur kurz kennengelernt habe, sind sie mir mit ihrer skurrilen Art ans Herz gewachsen.
Das Cover des Hörbuchs ist meiner Meinung nach wirklich schön gestaltet und was mir auch gefallen hat, sind die Illustrationen passend zur Geschichte, die persönlich von Tolkien stammen.
Gert Heidenreich als Sprecher erfüllt seine Aufgabe, wie in allen Hörbüchern, die ich bereits mit ihm gehört habe, wieder einmal wunderbar und lässt mit einer großartigen Anschaulichkeit in die Geschichte eintauchen.
Nach dem Hörgenuss dieses Hörbuchs werde ich auf alle Fälle mal nach weiteren Werken Tolkiens, die er ursprünglich für seine Kinder geschrieben hat, Ausschau halten.

Mein Fazit:
Eine witzige, spannende Geschichte nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die ganz Großen.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Herr Glück bekommt von mir volle 5/5 Sterne! 

Donnerstag, 2. Juli 2020

Rezension: Northanger Abbey - Jane Austen

 Titel: Northanger Abbey
Originaltitel: Northanger Abbey
Autorin: Jane Austen
Sprecher: Ulrich Noethen, Anna Drexler u.v.m.
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Laufzeit: 2h 13min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 20,00€
Genre: Roman


Inhalt:
Gotische Abteien, gruselige Mönche, verworrene Handlungen – die junge Catherine Morland liebt Schauerromane! Sie reist mit Freunden der Familie für einige Wochen nach Bath, wo sie sich in den charmanten Henry Tilney verliebt. Als sie von dessen Schwester und deren Vater auf den Familiensitz Northanger Abbey eingeladen wird, sagt sie begeistert zu. Durch ihre sich überschlagende Phantasie manövriert sie sich dort allerdings in die eine und andere peinliche Lage...

Meine Meinung:
Wie ihr anhand meiner letzten Rezension bestimmt mitbekommen habt, möchte ich meine Jane Austen Kenntnisse gerne erweitern. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, dieses Hörspiel hören zu können. Die Aufmachung des Covers ist meiner Meinung nach wunderschön gestaltet und das Innere ist mit hilfreichen Details ausgestattet: Neben Informationen zu den Beteiligten mit dazugehörigen Fotos, beinhaltet das Booklet ein Vorwort von Hans Pleschinski. Dieses sollte man zwar nicht vor dem Hören der Geschichte lesen, wenn man diese noch nicht kennt, was ich glücklicherweise nicht getan habe, es hat jedoch viel Spaß gemacht, es zu lesen und enthält Informationen zu historischen Hintergründen, der Autorin und ihrer Lebenseinstellung und ihrem Wirken und zuletzt auch über die Geschichte an sich.
Zur Handlung von "Northanger Abbey" muss ich sagen, dass ich sie wirklich unterhaltsam fand. Es geht zuerst um Catherines Aufenthalt in Bath und das Kennenlernen der weiteren Charaktere dort und wird im zweiten Teil schließlich wirklich spannend, wenn sie zusammen mit der Familie der Tilneys auf dessen Familiensitz reist. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber ab und zu haben es die Sprecher wirklich geschafft, mir einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen, dazu kommt, dass ich das Hörspiel nachts gehört habe. Jane Austens erster Roman regt oftmals auch zum Nachdenken, z.B. über gesellschaftliche Verhältnisse, aber auch Dinge wie Freundschaft und Liebe an. Als Balance zu diesem Kontemplieren gibt es auch einige Momente, bei denen ich Schmunzeln musste. Catherine als Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch mit ihrer Ehrlichkeit und Herzensgüte.
Soviel zur Geschichte. Jetzt zu den Sprechern: Ausnahmslos jeder hat seinen Charakter sehr authentisch rübergebracht und so ein Hörerlebnis kreiert, das wirklich bemerkenswert ist. Zudem wurden die Szenen hin und wieder durch Musik untermalt, vor allem für die Bälle eine schöne Vervollständigung. Was die spannungsgeladenen Szenen noch echter erschienen ließ, war, dass im Hintergrund auch Geräusche eines Gewitters und Ähnlichem eingebaut wurden. Ein besonderes Highlight war für mich, dass dazu Fragmente aus dem gotischen Roman "Udolphos Geheimnisse", gelesen auf Englisch von Simon Scardanelli, integriert wurden und somit eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt haben.
Wie ihr sehen könnt, habe ich ausschließlich Positives zu dieser Produktion zu berichten. Ich werde mich in naher Zukunft auf jeden Fall noch mit weiteren Romanen Austens beschäftigen.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Produktion, mit tollen Sprechern und Musikern, die nicht nur spannend horchen lässt, sondern auch amüsiert.

Ein großes Dankeschön an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Northanger Abbey bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Sonntag, 7. Juni 2020

Rezension: Stolz und Vorurteil - Jane Austen

Titel: Stolz und Vorurteil
Originaltitel: Pride and Prejudice
Autorin: Jane Austen
Sprecher: Margot Trooger, Günther Dockerill u.v.m.
Erscheinungsdatum: 8. September 2015
Laufzeit: 1h 15min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 14,99€
Kaufen?
Genre: Roman

Inhalt:
Die fünf Töchter der nicht gerade wohlhabenden Familie Bennet müssen unter die Haube gebracht werden. Hoffnung schöpft die Familie, als der unverheiratete Gutsbesitzer Darcy im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Reserviertheit wird ihm von der klugen und selbstbewussten Eliza als Standesdünkel ausgelegt. Erst wenn Eliza ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz ablegt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen.

Meine Meinung:
Dieses Hörspiel wollte ich gerne hören, weil ich den Film schon vor einiger Zeit gesehen hatte und sehr begeistert von der Geschichte rund um Elizabeth war. Es wurde schon 1959 vom Hessischen Rundfunk produziert, was man natürlich auch ein bisschen an der Audioqualität gemerkt hat, mich aber nicht störte, weil das in gewisser Weise auch zur Authentizität der Aufnahme beigetragen hat. 
Die Sprecher an sich haben meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet und ihre Charaktere realistisch rübergebracht. Zwischendurch gab es zudem Musikeinlagen, die das Ganze schön untermalt haben. Jedoch wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, die in die Musik investierte Zeit mehr in die Geschichte zu investieren, da diese mit ihren knapp 75 Minuten etwas kurz dran war. Auch wenn ich das Buch zugegebenermaßen nicht gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass einige Ereignisse ausgelassen wurden und wirklich nur auf die wichtigsten Handlungspunkte eingegangen wurde.
Jedoch lässt sich das Hörspiel gut zwischendurch hören und ist sehr unterhaltsam.
Zur Handlung an sich brauche ich an dieser Stelle denke ich nicht allzu viel sagen: Sie besteht aus unterschiedlichen Strängen und bleibt bis zum Ende mit Spannung beladen. Außerdem regt sie, wie ich finde, sehr zum Nachdenken über Themen, wie z.B. unterschiedliche Gesellschaftsschichten und natürlich die Überwindung von Stolz und Vorurteilen, die den Weg zur Realität versperren können, an.
Nach dem Hören dieses Werkes bin ich auf jeden Fall daran interessiert, das Buch mal in ganzer Länge zu lesen und mir ein Bild davon zu machen.

Mein Fazit:
Ein Hörspiel, dessen Themen nachdenklich machen und moralisch sehr wertvoll sind.

Vielen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Stolz und Vorurteil bekommt von mir 4/5 Sterne!

Donnerstag, 9. April 2020

Rezension: Queen of Air and Darkness - Cassandra Clare

Titel: Queen of Air and Darkness - Die dunklen Mächte 3
Originaltitel: Queen of Air and Darkness - The Dark Artifices 3
Autorin: Cassandra Clare
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2019
Seitenzahl: 1024
Verlag: Goldmann
Preis: 20,00€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Unversöhnlicher Hass erfüllt die einzelnen Gruppen, und auf den Stufen des Ratssaales ist unschuldiges Blut vergossen worden. Auch die Blackthorns haben einen schrecklichen Verlust erlitten, und in tiefer Trauer flieht die Familie nach Los Angeles. Nur Julian und Emma machen sich auf den Weg ins Feenreich. Trotz der Gefahren, die der Fluch ihrer verbotenen Liebe mit sich bringt, wollen sie dort das Schwarze Buch der Toten wiederbeschaffen. Stattdessen entdecken sie ein Geheimnis, so dunkel und gefährlich, dass es die gesamte Unterwelt zu vernichten droht...

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Weil ich von den ersten beiden Teilen der dunklen Mächte Trilogie super begeistert war, war es natürlich klar, dass ich den finalen Band auch lesen wollte. Zudem gehört Cassandra Clare zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, mit der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe und der "Chroniken der Schattenjäger"-Trilogie.
Zum Cover möchte ich erst einmal sagen, dass es, genau wie die anderen Teile der Trilogie, wunderschön gestaltet ist und auch gut mit dem Inhalt harmoniert. Außerdem befinden sich im Einband Zeichnungen von wichtigen Orten Alicantes, eine schöne Beilage.
Inhaltlich knüpft das Buch von der ersten Seite an spannend an seinen Vorgänger an. Es besteht aus vielen unterschiedlichen Handlungssträngen, die verschiedene Charaktere umfassen und an vielen Stellen zusammenlaufen, was beim Lesen für Abwechslung sorgt. Selbstverständlich waren alle Figuren schon aus "Lord of Shadows" bekannt, sodass es wie ein freudiges Wiedersehen, auch mit vielen schon länger bekannten Charakteren, wie z.B. Jem und Tessa oder Clary und Jace war. Julian und Emma als Hauptprotagonisten kann man meiner Meinung nach mit ihrem Mut und ihrer Fürsorge für diejenigen, die sie lieben, nur mögen. Die ganze Blackthorn Familie, bestehend aus vollkommen unterschiedlichen Menschen, habe ich wirklich sehr ins Herz geschlossen, sie wird von Cassandra Clare einfach so authentisch gezeichnet, dass sie sehr real wirkt. 
Cassandra Clares Schreibstil gefällt mir aus dem Grund so gut, weil sie sich mit ihren Beschreibungen von Orten und Charakteren einfach Zeit nimmt und somit eine wirklich wirklichkeitsnahe Atmosphäre erschafft.
Obwohl "Queen of Air and Darkness" unglaublich viel Spannung bereithält, gibt es durch bestimmte Charaktere (wie beispielsweise Jace Herondale) auch amüsierende Momente und auch solche, die wirklich zum Nachdenken anregen. Es hält sich also die Waage zwischen Action und Abenteuer und Verstand und Gefühl. 
Zum Ende möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, es hat mir auf jeden Fall sehr gefallen und mich irgendwie glücklich gemacht.
Nach der Lektüre dieses erneuten Meisterwerks Clares werde ich weiterhin nach ihren Neuerscheinungen Ausschau halten.

Mein Fazit:
Ein typisches Cassandra Clare Buch: Spannung, Humor und eine große Portion Stoff zum Nachdenken.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Queen of Air and Darkness bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Montag, 30. März 2020

Rezension: Die Kinder Húrins - J. R. R. Tolkien

Titel: Die Kinder Húrins
Originaltitel: The Children of Húrin
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum: 02. März 2010
Laufzeit: 8h 4min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 16,99€
Genre: Fantasy

Inhalt:
In den Ältesten Tagen Mittelerdes, lange vor dem "Herrn der Ringe", wird Húrin von Morgoth, dem Schwarzen Feind, gefangen genommen und verflucht. Sein tapferer Sohn Túrin nimmt den Kampf gegen die dunkle Macht auf, um seine Familie zu rächen und einem düsteren Schicksal zu entgehen.


Meine Meinung:
Als großer Fan der "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" Bücher und auch der Geschichte des "Silmarillion" möchte ich möglichst viel aus Tolkiens Welt lesen bzw. hören. Ich hatte dieses Hörbuch schon vor einiger Zeit angefangen und nach kurzer Hörzeit irgendwie nicht mehr weitergehört. Weil ich im Moment sehr viel Zeit habe, habe ich mich wieder an die Geschichte heran gewagt und habe es jetzt innerhalb weniger Tage beendet. Meiner Meinung nach kann man während des Hörens wunderbar gleichzeitig Mandalas ausmalen.
Zur Geschichte an sich kann ich nur sagen, dass es wie in allen Geschichten Tolkiens, die ich bisher kennenlernen durfte, um Heldentaten und Abenteuer, aber auch um Familienbande und Liebe geht, was für eine abwechslungsreiche Unterhaltung sorgt. Es tauchen sehr viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Familien auf, die sich jedoch gut einordnen lassen, da in dem kleinen Booklet vier hilfreiche Familienstammbäume untergebracht wurden, die den Überblick enorm erleichtern.
Túrin als Protagonist war zwar keineswegs eine perfekte Figur, aber eben das hat ihn sehr realistisch gemacht. Zum Ende des Hörbuchs möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Es war spannungsgeladen und ereignisreich.
Gert Heidenreich war als Sprecher super, weil er einfach schön betont hat und die Stimmen der einzelnen Figuren sehr überzeugend wirkten.
In dem kleinen Booklet finden sich außerdem noch ein paar Informationen zu Tolkien und seinem Leben und dem Sprecher Gert Heidenreich, was ich als Beilage sehr interessant fand. Auch gab es neben der Stammbäume noch eine Karte von Beleriand und Umgebung, die ich wirklich oft zur Hand genommen habe, um mit den landschaftlichen Beschreibungen des Erzählers zurecht zu kommen.
Nach dem Hörerlebnis dieser fantasiereichen Erzählung möchte ich auf alle Fälle noch mehr von Tolkien lesen oder hören!

Mein Fazit:
Ein spannendes Abenteuer mit tollkühnen Helden und hinterlistigen Bösewichten.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Kinder Húrins bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Donnerstag, 26. März 2020

Rezension: Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär

Titel: Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär
Autor: Walter Moers
Erscheinungsdatum: 09. September 2019
Seitenzahl: 720
Verlag: Penguin
Preis: 18,00€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Ein Blaubär, wie ihn keiner kennt, entführt in eine Welt, in der Phantasie und Humor auf abenteuerliche Weise außer Kontrolle geraten sind: Auf dem Kontinent Zamonien sind Sandstürme viereckig und Intelligenz ist eine übertragbare Krankheit, hinter jeder Idylle lauert eine tödliche Gefahr und es hausen dort all jene Wesen, die aus dem normalen Leben verbannt sind. In dreizehneinhalb Lebensabschnitten kämpft sich der blaue Bär durch ein märchenhaftes Reich, in dem alles möglich ist – außer Langeweile.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Da ich erst vor kurzem "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers gelesen habe und von der von ihm erschaffenen Welt und seinen Geschöpfen so begeistert war, wollte ich mich jetzt natürlich einem weiteren seiner Zamonien-Romane widmen. 
Die Gestaltung des Covers fällt mit seiner Buntheit direkt ins Auge und lädt dazu ein, das Buch aufzuschlagen, um den Inhalt zu betrachten. Auch von innen ist es wunderschön: Auf fast jeder Seite taucht eine farbige Zeichnung auf, die die Geschichte untermalt und die Fantasie des Lesers anregt. Zudem sind auch die Seiten teilweise farbig, genauso wie die Schrift. Dazu kommt außerdem, dass der Autor mit der Schriftgröße von einzelnen Wörtern spielt, was das Geschriebene visuell schön unterstreicht. Zum Inhalt des Romans kann ich nur sagen, dass ich selten ein fantasievolleres Buch gelesen habe. In seinen 13 1/2 Leben erlebt Blaubär unheimlich viel, von Riesenspinnen und Lügenduellen, über Tornados und monströsen Schiffen, bis zu weiten Wüsten und Dimensionslöchern. Auf keiner einzigen Seite gibt es nichts zu erleben. Bei vielen Wesen und Dingen, die Walter Moers beschreibt, frage ich mich, wie er auf so kreative Einfälle kommt. 
Sein Schreibstil hat mir, wie auch in "Die Stadt der träumenden Bücher" super gefallen, er besteht zwar manchmal aus sehr langen, verschachtelten Sätzen und bedient sich auch einer recht gehobenen Sprache, aber eben das macht das Buch, von dem man ja annehmen könnte, es sei lediglich für Kinder verfasst worden, so lesenswert. Zu der Spannung, die auf nahezu jeder Seite herrscht, gesellt sich oftmals auch Humor, was das Leseerlebnis sehr abwechslungsreich macht. Ich musste an so mancher Stelle schmunzeln.
Blaubär als Hauptcharakter habe ich sofort ins Herz geschlossen, weil er eine wirklich authentische Figur darstellt, die zwar oft mutig und selbstsicher ist, aber in bestimmten Situationen auch Furcht zeigt. 
Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher aus der Welt Zamoniens in die Hand nehmen, wenn ich mal wieder in ein vollkommen anderes Universum eintauchen möchte.


Mein Fazit:
Ein Roman für alle Altersgruppen, der mit seiner unglaublichen fantasievollen Vielfalt und einem liebenswürdigen Protagonisten besticht.

Ein großes Dankeschön an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubärs bekommt von mir volle 5/5 Sterne!


Freitag, 6. März 2020

Rezension: Sterben - Karl Ove Knausgård

Titel: Sterben
Originaltitel: Min Kamp 1
Autor: Karl Ove Knausgård
Erscheinungsdatum: 11. März 2013
Seitenzahl: 576
Verlag: btb
Preis: 11,00€
Genre: Autobiografie

Inhalt:
Als Knausgård sich mit seinem Bruder daran macht, den Nachlass ihres verstorbenen Vaters zu ordnen, bietet sich beiden ein Bild des Grauens. Während sie das Haus reinigen und die Beerdigung vorbereiten, kommen Erinnerungen hoch. So sehr hat dieser Vater einen Schatten auf das Leben der Brüder geworfen, dass sie den Bestatter bitten, die Leiche sehen zu dürfen. Erst dann, so sind sich beide einig, werden sie glauben können, dass er wirklich tot ist. Der Sog, der von Knausgårds direkter Art des Erzählens schon mit den ersten Sätzen ausgeht, macht seinen Roman zu einer faszinierenden und erschütternden Lektüre. Gerade weil er so radikal persönlich schreibt, gewinnt sein Text eine schmerzliche Allgemeingültigkeit. Selten ist in einem Stück Literatur so greif- und fühlbar geworden, was jeder Mensch ist: ein einmaliger und unerschöpflicher innerer Kosmos.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Als großer Fan der Vier-Jahreszeiten Bände und auch seines erst letztes Jahr erschienenen Buches "So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche" wollte ich mich jetzt gerne auch mal an sein autobiografisches Projekt wagen, das aus sieben Büchern besteht. 
Direkt als ich mit dem Lesen angefangen habe, habe ich seinen Schreibstil wiedererkannt, der einfach einmalig ist. Er schreibt mit einer unglaublichen Aufmerksamkeit, mit der er die Welt um sich herum wahrnimmt und jedes einzelne Detail beobachtet. Außerdem nimmt er nicht nur die Oberfläche, sondern auch die tiefer liegenden Eigenschaften von Gegenständen und Phänomenen wahr, was mir schon in den Vier-Jahreszeiten Bänden positiv aufgefallen ist. 
Während des gesamten Buches wechselt Knausgård zwischen unterschiedlichen Etappen seines Lebens, so erzählt er mal von einem prägenden Erlebnis seiner Kindheit, von einigen Erinnerungen aus seiner Jugend und später sehr genau vom Tod seines Vaters und den anschließenden Tagen, die er damit verbringt, seine Beerdigung vorzubereiten und vor allem die Beziehung zu ihm zu überdenken. Blickt man danach auf seine Erzählungen zurück, so stellt man fest, dass ein Großteil von ihnen in direktem oder indirektem Zusammenhang zu seinem Vater stehen und somit gezielt auf die Erlebnisse nach seinem Ableben verweisen.
Knausgård besitzt zudem die Fähigkeit, die Personen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben präzise zu beschreiben, sodass der Eindruck entsteht, diese Menschen persönlich getroffen zu haben. Er fasst deren Charaktere genau auf und zeichnet so ein überraschend passendes Porträt von ihnen.
Gut gefallen hat mir zudem, dass der Autor zahlreiche interessante, teilweise fast schon philosophische Themen in seinen Sätzen anspricht, sodass ich während des Lesens auf fast jeder Seite zum Innehalten und Nachdenken angeregt wurde. Auch habe ich durch seine Formulierungen einen differenzierten Blickwinkel auf viele Dinge, wie vor allem den Tod, um den es in seinem Buch ja vor allem geht, bekommen.
Karl Ove Knausgård schreibt über sein Leben mit einer so unglaublichen Intimität und versteckt dabei auch nicht seine scheinbar negativen Charakterzüge, sodass er den Anschein erweckt, sich einfach nur seinem Tagebuch mitzuteilen und nicht einer Leserschaft von vielen Menschen. Genau das ist es, was ich an ihm und seinen Büchern so bewundere. Mit Sicherheit werde ich mich bald an den nächsten Teil dieses autobiografischen Projekts machen!

Mein Fazit:
Ein mit außerordentlicher Vertraulichkeit geschriebenes Buch, das auf die großen, aber auch die kleineren, sonst unauffälligen Dinge im Leben eingeht.

Vielen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Sterben bekommt von mir volle 5/5 Sterne!