Freitag, 1. Juli 2016

Rezension: play2live - Kirsty McKay


Titel: play2live
Originaltitel: Killer Game
Autor/in: Kirsty McKay 
Altersempfehlung: 14-19 Jahre
Seitenzahl: 384
Verlag: Chicken House
Preis: 16,99€
Genre: Thriller

Inhalt:
Jetzt wird es ernst. Killer geht los – und Cate ist dabei! Die Regeln sind klar: Ein Mörder, zwölf Mitspieler und absolute Schweigepflicht. Niemand sonst an dem einsam gelegenen Eliteinternat darf von dem Spiel wissen. Wer „gekillt“ wird, ist raus. Cates Alltag ist ab sofort von boshaften Eskapaden geprägt. Doch bald wird aus den spielerischen Drohungen gefährliche Realität. Jemand hat es auf sie abgesehen. Und Cate hat nur eine Chance zu entkommen: Sie muss die wahre Identität ihres Peinigers herausfinden, bevor der sie erwischt.

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich lesen, da die Handlung mir sofort zugesagt hat! Meiner Meinung nach ist das Cover zwar nicht sonderlich kreativ gestaltet, aber es passt sehr gut zur Geschichte, weil die Spieler des Spiels im Dunkeln tappen. Sieht man genau hin, erkennt man unter dem Titel des Buches noch die Worte: "play2die". Im Laufe des Buches erfährt man, dass der Name noch eine beachtliche Bedeutung trägt. Positiv aufgefallen ist mir, das der Leser direkt zu Anfang mitten im Geschehen landet und darum wissen möchte, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt. Cate, die Hauptprotagonistin habe ich zuerst ehrlich gesagt für einen Jungen gehalten, da aus der Ich-Perspektive berichtet wird. Diese Tatsache hat mich jedoch später dazu veranlasst mich besser in Cate hineinzuversetzen und das was sie erlebt selbst mitzuerleben. Im Gegensatz zu Cate waren mir ihre Freunde Marcia und Daniel nicht so sympathisch, da mir vor allem Marcia ziemlich unnahbar und abweisend erschien. Cates Kindheitsfreund Vaughan hingegen hat eine schön ausgearbeitete Persönlichkeit.
Super gut gefallen hat mir die Idee, die hinter dem Buch steckt: Auf dem abgelegenen Eliteinternat findet jährlich das Spiel "Killer" statt. Die Spieler werden von dem Meister, also dem, der das Spielerfunden hat, ausgesucht und ziehen anschließend Zettelchen, auf denen steht, ob sie zum Killer erwählt wurden oder nicht. Derjenige, der Killer wird muss dies geheim halten und nach und nach versuchen, die anderen Spieler zu "killen". Das hört sich viel schlimmer an als es ist, da die Jugendlichen nicht in Wirklichkeit getötet werden, sondern nur zum Opfer eines Streichs werden und damit aus dem Spiel ausscheiden. Regelmäßig finden Abstimmungen statt, bei denen die Teilnehmer das Ganze aufdecken können, wenn sie wissen wer der Täter ist. Passiert dies, hat derjenige gewonnen, tötet der Killer zuerst alle Spieler, da er so geschickt ist, hat er natürlich gewonnen. Bis zum Ende hin bleibt die Spannung in der Geschichte erhalten, denn die Autorin legt viele falsche Fährten und führt den Leser in die Irre. Zum Ende hin wird es noch einmal sehr actionreich. Es kommt sogar so weit, dass Cate ernsthafte Drohungen bekommt, aber mehr möchte ich nicht verraten. ;)
Auch gefallen hat mir, dass die Gilde, so nennen sich die Spieler des Spiels, mithilfe von Vaughan eine Website namens "Crypt", auf der sie sich unter anonymen Namen anmelden können und so vielleicht anhand der Ausdrucksweise im Chat herausfinden können, wer der Killer ist, erstellt haben.
Das Ende kommt sehr unerwartet und es kommen bestimmt nur wenige Leute auf den tatsächlichen Killer. Es baut sich auf den letzten 100 noch einmal eine riesige Spannung auf, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und unbedingt wissen musste, wie das Ganze ausgeht. 
McKay benutzte in ihrem Buch genau die richtige Mischung aus Grusel, Humor und Spannung.

Mein Fazit:
play2live ist ein Thriller, bei dem die Spannung die ganze Zeit über auf einem Niveau bleibt. Wer Detektivgeschichten mag, dem kann ich dieses Buch auf alle Fälle empfehlen. Lasst euch nicht von dem langweiligen Cover abschrecken!


Vielen Dank noch einmal an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!



play2live bekommt von mir 4/5 Sterne!




Freitag, 3. Juni 2016

WTR im Juni

Da ich im Mai tatsächlich ungefähr die Bücher gelesen habe, die ich mir vorgenommen habe, seht ihr hier mein WTR im Juni. Ich werde versuchen, möglichst alle Bücher, die hier aufgelistet sind zu lesen!



Ich nehme mir diesen Monat vor, mindestens diese sechs Bücher zu lesen! 

Das unendliche Meer: Ursprünglich wollte ich dieses Buch im Mai lesen, doch ich habe mich kurzfristig umentschieden, da ich lieber "Das Juwel" lesen wollte. Somit ist es das einzige Buch, das ich mir für letzten Monat vorgenommen, jedoch nicht gelesen habe. 

play2live: Dieses Buch hat sich meiner Meinung nach super spannend angehört, weshalb ich es auf alle Fälle lesen wollte! An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal beim Carlsen Verlag, der mir die Chance dazu bietet!

Ein ganzes halbes Jahr: Von diesem Buch schwärmt praktisch die ganze Welt und da es diesen Monat ins Kino kommt, möchte ich es vorher natürlich noch lesen!

Die Pan-Trilogie: Auch diese Bücher wurden mir schon oft empfohlen, weshalb ich mir jetzt mal eine eigene Meinung über sie bilden möchte!

Donnerstag, 26. Mai 2016

Rezension: Das Juwel - Amy Ewing


Titel: Das Juwel - Die Gabe
Originaltitel: The Jewel
Autor/in: Amy Ewing
Altersempfehlung: 14 - 17 Jahre
Seitenzahl: 448
Verlag: Fischer FJB
Preis: 16,99€
Genre: Fantasy, Roman 

Inhalt:
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. 
Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Meine Meinung:
Über dieses Buch habe ich immer nur gutes gehört und darum wollte ich es natürlich auch lesen. Das Cover ist ein Traum, das braucht man gar nicht anzuzweifeln. Außerdem passt es wirklich gut zur Handlung von 'Das Juwel' und lädt zum Aufklappen des Buches ein. Als ich dann einmal in die Geschichte eingetaucht bin war ich überrascht, dass plötzlich schon 150 Seiten vergangen waren. Amy Ewing schreibt in einem sehr leichten, aber auch anschaulichen Schreibstil, sodass ich nach nicht allzu langer Zeit mit dem Buch fertig war. Violet ist ein junges Mädchen, das ich sehr gut verstehen konnte. Die Tatsachen, dass das Buch in der Gegenwart und auch noch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, haben es mir ermöglicht, an Violets Gedanken teilzuhaben. Wie ein kleiner Film hat sich das Geschehen in meinem Kopf abgespielt und ich wollte ihn am liebsten direkt zuende sehen. Aber auch viele andere Charaktere, wie z.B. Raven oder Lucien habe ich direkt ins Herz geschlossen. Besonders angetan war ich von der Idee mit der Leihmutterschaft. Da Violet, wie auch einige andere Mädchen aus dem Sumpf, eine besondere Fähigkeit besitzt, wird sie im Juwel an eine Adelige versteigert. Der Sumpf ist der unterste Kreis der 'Einzigen Stadt' und auch der einzige, woher die jungen Mädchen, die 'Surrogate' genannt werden, herkommen. Beim Juwel wiederum handelt es sich um den höchsten Kreis. Dort leben nur Adelige, die sich auf einer jährlich stattfindenden Auktion ein Surrogate ersteigern können. Dieses Surrogate soll dann ihr Kind austragen, da sie selber  keine Kinder mehr bekommen können. Diese Idee fand ich sehr interessant und ich möchte hiermit ein großes Lob an die Autorin aussprechen. Das Einzige, was ich an diesem Buch nicht ganz so gelungen fand, war die Liebesgeschichte. Irgendwie ging mir das Ganze etwas zu schnell. Aber mehr möchte ich jetzt auch nicht verraten, da ich euch nicht spoilern möchte. ;)
Was mir dann wieder sehr zugesagt hat war das Ende: Es besteht aus einem riesigen Cliffhanger und lässt den Leser verzweifelt auf den zweiten Teil warten. Leider erscheint dieser erst am 25. August, ich muss also noch drei Monate warten.

Mein Fazit:
Das Juwel ist ein äußerst spannender Roman mit einem interessanten Thema, der mit einer liebenswerten Hauptprotagonistin überzeugt. Unter diesen Umständen kann man über die etwas unwirkliche Liebesgeschichte hinwegsehen.



Das Juwel bekommt von mir 5/5 Sterne!

Freitag, 20. Mai 2016

Rezension: Frostkuss - Jennifer Estep


Titel: Frostkuss - Mythos Academy 1
Originaltitel: Touch of Frost
Autor/in: Jennifer Estep
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Seitenzahl: 400
Verlag: Piper
Preis: 9,99€
Genre: Fantasy

Inhalt:
Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Meine Meinung:
Das Cover dieses Buches hat mich direkt angesprochen und so mein Interesse am Buch geregt. Obwohl es nicht wirklich zum Inhalt passt, ist es durch das leuchtende blau, das aus dem schwarzen Hintergrund hervorsticht schön gestaltet. Der Anfang hat mir wirklich super gefallen, da man direkt mitten in einem Geschehen landet. Gwendolyn, die Hauptprotagonistin war mir durch ihre tollpatschige Art sofort sympathisch. Da ihre Mutter vor einem halben Jahr gestoben ist, tat sie mir allerdings echt leid und ich habe verstanden, dass sie sich an der neuen Schule so fehl am Platz fühlt.
 Allerdings hat mich ein Gedanke gestört, der sich auf allen paar Seiten wiederholt hat: Dass sie noch keine Freunde hat. Irgendwann haben die Leser es ja auch mal verstanden, das muss nicht so oft gesagt werden. Insgesamt gibt es einfach unglaublich viele Wiederholungen und es schien mir, als würden Gwens Gedanken sich nur im Kreis drehen. Nach einer gewissen Zeit ging mir das dann allmählich auf den Keks. Gefallen hat mir jedoch die erst so arrogant wirkende Daphne. Sie hat sich von einem hochnäsigen, reichen Mädchen zu einer verständnisvollen, netten Freundin für Gwendolyn entwickelt. Auch Gwens Grandma war sehr gut beschrieben und einfach nur liebenswert gemacht. 
Positiv aufgefallen ist mir auch das Thema, um das es geht: Mythen und Götter. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, dass sich mit diesen Geschöpfen beschäftigt. Meistens ging es um Vampire, Werwölfe oder ähnliches. Relativ zu Beginn des Buches wird eine Schülerin umgebracht und ein magisches Artefakt gestohlen und Gwendolyn ist die einzige, die den Mord genauer hinterfragt. Das ist der Haupthandlungsstrang der Geschichte und macht sie dadurch spannender. Ohne diesen Mordfall wäre das Ganze nicht annähernd so interessant geworden. Viele Dinge die passieren sind zudem etwas vorhersehbar und nicht weiter überraschend. Gwendolyn hat die Gabe, oder eher den Fluch, wie man es sehen will, dass sie, sobald sie etwas berührt direkt alle Gefühle und Gedanken der  Personen sieht, die den Gegenstand schon vorher angefasst haben. Diese Gabe funktioniert auch bei Menschen, also muss sie sehr vorsichtig sein, damit sie nicht sofort das Innerste aller Menschen in ihrem Umfeld kennenlernt. Ich muss sagen, dass mich Gwens Gabe wirklich fasziniert hat und es meines Erachtens nach viel Schwung in die ansonsten eher normale Umgebung gebracht hat. Okay, so normal war die Umgebung eigentlich doch nicht, mit all den Wasserspeiern und Statuen, sodass eine eher mystische, unheimliche Atmosphäre entstand. Schließlich handelt es sich um die Mythos Academy.
Jennifer Esteps Schreibstil ist zwar flüssig und leicht zu lesen, doch durch die ständigen Wiederholungen bin ich nicht sehr schnell voran gekommen. Meiner Meinung nach hätte man von den 400 Seiten fast 100 streichen können, weil sie einfach nur Tatsachen waren die schon aufgezählt wurden. Das Ende dagegen hat mir wieder äußerst gut gefallen, da es unvorhergesehen kam und pfiffig gemacht war. Trotz der Kritik werde ich mich wahrscheinlich bald auf den zweiten Teil einlassen, da die Bücher wie ich gehört habe von Band zu Band besser werden sollen.

Mein Fazit:
Frostkuss ist ein Buch mit einer interessanten Idee und ist für Fans von Mythen und Göttern sehr zu empfehlen. Jedoch nervt die Geschichte manchmal mit seinen sich stetig wiederholenden Sätzen.


Ein herzliches Dankeschön an den Piper Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!



Frostkuss bekommt von mir 3/5 Sterne!