Sonntag, 23. Mai 2021

Rezension: Die größten Rätsel der Kunst - Éléa Baucheron, Diane Routex

Titel: Die größten Rätsel der Kunst
Originaltitel: The Museum of Secrets
Autorinnen: Éléa Baucheron, Diane Routex
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2020
Seitenzahl: 176
Verlag: Bassermann
Preis: 12,99€
Genre: Kunstgeschichte


Inhalt:
Warum lächelt Mona Lisa so geheimnisvoll? Wer ist Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring? Und was wollte Tintoretto in seinem Spiegel offenbaren? Die Welt der Kunst steckt voller Rätsel. Motiv und Herkunft eines Bildes, sein Auftraggeber oder der Künstler selbst – viele Werke bergen ein Geheimnis. In vier Kapiteln begeben sich die Autorinnen auf eine detektivische Spurensuche und erforschen die unter der Oberfläche verborgenen Mysterien von 36 Kunstwerken aus allen Epochen und Gattungen.

Meine Meinung:
Da ich mich sehr für Kunst interessiere und es faszinierend finde, was ein Kunstwerk für unterschiedliche Betrachter ausdrücken kann, hat mich dieses Buch sehr angesprochen. 
Gut gefallen hat mir, dass im Buch eine Unterteilung in die vier Themenbereiche Schicksal, Identität, Erschaffung und Bedeutung vollzogen wird, sodass eine gewisse Ordnung entsteht. Die Werke der Künstler und Künstlerinnen werden dann jeweils auf einer Seite vorgestellt. Der Schreibstil ist auch für Menschen, die sich nicht so gut mit Kunst auskennen, sehr gut verständlich.
Die Autorinnen haben meiner Meinung nach eine sehr interessante Auswahl getroffen, weil jedes Werk in irgendeiner Form rätselhaft ist, von der Suche der Künstler, über das Hinterfragen, wer denn auf den Gemälden zu sehen ist, bis zu kuriosen Details, die sich kaum jemand erklären kann. 
Auch entsteht die Vielseitigkeit des Buches dadurch, dass nicht nur Gemälde untersucht werden, sondern auch ganz andere Arten von Kunst, wie z.B. die Pyramiden im alten Ägypten, Street-Art, Fotografie und Kupferstich. Ich habe das Buch tatsächlich in einem Stück verschlungen, wobei gesagt werden muss, dass es natürlich nicht so viele Seiten hat. Mir wurde auf keiner einzigen Seite langweilig und ich bin nach der Lektüre von "Die größten Rätsel der Kunst" um einiges schlauer hinsichtlich von Kunst im Allgemeinen.

Mein Fazit:
Für alle Kunstinteressierte und Rätselaffine eine große Empfehlung.

Vielen Dank an den Bassermann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die größten Rätsel der Kunst bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 21. April 2021

Rezension: Aus der Welt - Karl Ove Knausgård

Titel: Aus der Welt
Originaltitel: Ute av verden
Autor: Karl Ove Knausgård
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2020
Seitenzahl: 928
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Preis: 26€
Genre: Roman


Inhalt:
Hoch oben im Norden Norwegens spielt diese Geschichte, kurz vor der Jahrtausendwende. Der junge Henrik Vankel arbeitet hier als Aushilfslehrer. Selbsthass, Einsamkeit und Schamgefühle bestimmen sein Leben. Schon lange ist er aus der Welt gefallen, schon lange versteht er die Zeichen seiner Mitmenschen nicht mehr – schon lange verschwimmen ihm Traum und Realität. Bis ihm eines Tages klar wird, dass er sich verliebt hat. In eine seiner Schülerinnen. Eine eigentlich unmögliche Liebesgeschichte. Ist dies wirklich die Rettung – oder der Auftakt zum endgültigen Zusammenbruch?

„Aus der Welt“, das gefeierte Romandebüt von Karl Ove Knausgård, hat viele Facetten. Von Sprach- und Verbindungslosigkeit ist darin die Rede, vom verzweifelten Versuch, sich einen Sinn zu erschaffen in einem rätselhaften Dasein. Es erzählt die Geschichte einer Kindheit und Jugend im Norwegen der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, in einer Familie und einer Welt, in der Scham und Schuldgefühle zu den stärksten Triebfedern überhaupt gehören. Es ist das sprachmächtige Debüt eines jungen Schriftstellers, eine erbarmungslose Erkundung des männlichen Egos und der Selbstzerstörung, aber auch eine literarische Feier von überbordender Phantasie.

Meine Meinung:
Wenn ihr meinem Blog folgt habt ihr sicherlich mittlerweile mitbekommen, dass ich ein großer Fan Knausgårds bin und bereits einige seiner Bücher mit Begeisterung gelesen habe, darunter seine Vier Jahreszeiten Bände. Als nun dieses Buch endlich einmal auf deutsch erschien, das zudem sein Debüt ist, wollte ich natürlich gerne einen Blick hineinwerfen.
Das Cover passt mit seiner kühlen Welt sehr gut einerseits zum Standort des Protagonisten in Nordnorwegen und andererseits auch zu der oftmals kühlen Distanz, mit der er die Menschen um sich herum betrachtet.
Der Protagonist Henrik, den man im Laufe der Handlung immer besser kennenlernt, zeichnet sich nicht nur, wie so oft in Romanen, durch positive Charaktereigenschaften aus, sondern durch sehr viele negative, unter anderem durch den Zorn gegenüber seinem Vater und seinen Egoismus, der an der ein oder anderen Stelle zutage tritt. Trotz dieser Umstände stand ich während seiner Erzählungen meist auf seiner Seite, was daran liegen könnte, dass der Autor, wenn es um die Perspektive Henriks geht, die Ich-Erzählung verwendet. Auffallend ist auch, dass oftmals in der Gegenwart geschrieben wird, was meiner Meinung nach eine Unmittelbarkeit erzeugt, die die Spannung des Geschehens erhöht.
Es wird jedoch nicht immer aus der Sicht des Protagonisten, sondern auch aus der seiner Eltern oder einer unbekannten, allgemeinen Person erzählt, sodass auf den gut 900 Seiten viel Abwechslung entsteht. Auch handelt der Roman nicht ausschließlich vom Leben Henriks, er behandelt auch das Kennenlernen seines Vaters mit seiner Mutter und schafft somit das Porträt einer ganzen Familie. 
Wie es auch bei den anderen Büchern Knausgårds der Fall war, regt "Aus der Welt" fast unentwegt zum Nachdenken über das Leben, den Tod und viele andere Mysterien an, wodurch es einen philosophischen Beigeschmack erhält. Obwohl der Autor auf einer Vielzahl der Seiten in Beschreibungen von Landschaften, Personen oder Vorgängen schwelgt, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich habe das Buch relativ schnell ausgelesen. 
Nach der Lektüre von "Aus der Welt" hoffe ich, dass mir in naher Zukunft ein weiterer Roman Knausgårds in die Hände fallen wird.

Mein Fazit:
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt und die Geschichte eines in sich gekehrten, ungewöhnlichen Mannes erzählt.

Vielen Dank an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar!

Aus der Welt bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 10. März 2021

Rezension: Der Heimweg - Sebastian Fitzek

Titel: Der Heimweg 
Autor: Sebastian Fitzek
Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2021
Seitenzahl: 400
Verlag: Droemer HC
Preis: 22,99€
Genre: Psychothriller


Inhalt:
Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt - oder im Notfall Hilfe ruft.
Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht.
Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an...

Meine Meinung:
Nachdem ich schon viele Psychothriller von Fitzek gelesen habe, wollte ich seinen neuesten natürlich auch lesen! 
Die Covergestaltung gefällt mir schon einmal sehr gut, es wirkt mysteriös und macht Lust auf die Geschichte.
Der Schreibstil des Thriller-Autors erhöht wie immer die Spannung: Er besteht aus prägnanten und eher kürzeren Sätzen, sodass der Lesefluss der Leserschaft gefördert wird. Die Charaktere müssen zwar erst einmal kennengelernt werden, aber nach einigen Seiten habe ich mit ihnen sympathisiert und mitgefiebert. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass, wie so oft bei Fitzeks Psychothrillern, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde, was dafür gesorgt hat, dass ich mich in beide Protagonisten sehr gut hineinversetzen konnte und mich ständig gefragt habe, wie sich die Handlung denn nun weiterspinnen würde. 
Zur Story an sich möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten. Nur soviel: Wie immer habe ich das Buch in nur wenigen Stunden ausgelesen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende eines jeden Kapitels beinhaltet einen Cliffhanger, der einen dazu drängt, auch noch das nächste Kapitel zu verschlingen. Am Ende ist man wieder einmal überrascht von Fitzeks Ideenreichtum und wird sprachlos zurückgelassen.
Nach der Lektüre dieses wunderbaren Buches werde ich mich auf jeden Fall weiteren Neuerscheinungen, und vielleicht auch noch mal ein paar seiner älteren Werke widmen.

Mein Fazit:
Ein Psychothriller, der mit seiner unfassbaren Spannung und liebenswürdigen Charakteren überzeugt.

Ein großes Dankeschön an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Buches!

Der Heimweg bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Dienstag, 16. Februar 2021

Rezension: Book of Songs - Colm Boyd

Titel: Book of Songs - Die Playlist für jede Lebenslage
Originaltitel: The Illustrated Book of Songs
Autor: Colm Boyd
Erscheinungsdatum: 28. September 2020
Seitenzahl: 272
Verlag: Prestel
Preis: 22,00€
Genre: Musik


Inhalt:
Von Adele bis Aretha, von Norwegian Wood bis November Rain, von Rock bis Rave: Mit viel Witz, überraschenden Fakten und äußerst kurzweilig erzählt der irische Musikblogger Colm Boyd die Geschichten hinter den ultimativen Songs der Popgeschichte. Oder wussten Sie, dass Paul Simon „The Sound of Silence“ in der Abgeschlossenheit seines Badezimmers geschrieben hat? Oder dass „Always Look on the Bright Side of Life“ in England das beliebteste Stück bei Beerdigungen ist? Die fast 500 Lieder sind in 70 Kapiteln zu jeder Lebenslage und -frage zusammengefasst. Nachzuhören sind sie in eigenen Spotify-Playlists: ob alternative Weihnachtslieder, Songs über Hoffnung und Liebe, Essen und Trinken, Länder und Städte, Geschlechteridentität, Eifersucht oder Lieder aus Monty-Python-Filmen... Machen Sie aufregende Neuentdeckungen und hören Sie Ihre Lieblingshits mit ganz neuen Ohren!

Meine Meinung:
Als ich von der Idee zu diesem Buch gehört habe, wollte ich unbedingt einen Blick hinein werfen, da ich bisher nie von so einem Buch gehört habe und mir die Vorstellung wirklich gefiel. 
Das Cover gefällt mir sehr gut, es gibt einen Einblick in die verschiedenen Themengebiete und macht neugierig auf den Inhalt. Als ich das Buch dann aufgeklappt habe, erwarteten mich im Inhaltsverzeichnis alle restlichen Themen, von denen es zahlreiche gab, eins kreativer als das andere. Es gibt beispielsweise Playlists über Geschwister, über Farben, über Filme, über Songs, die in Tarantino-Filmen vorkommen und Songs mit einer Länge von mehr als sieben Minuten. Sehr ansprechend fand ich zudem die Illustrationen, die fast jede Seite zieren und das Ganze etwas aufpeppen. 
Die Sache, die mir jedoch am besten gefallen hat ist die, dass es für jede Playlist einen Code für Spotify gibt, den man mit dem Handy einscannen kann, sodass man überhaupt eine Idee vom Inhalt und von der Melodie der vorgestellten Lieder bekommt und die Beschreibungen nicht nur stumpf durchliest. Zudem ersparen die Codes viel Arbeit, weil man die Songs nicht alle einzeln suchen muss, sondern die Playlist einfach direkt durchlaufen lassen kann. Einen Nachteil haben aber natürlich diejenigen, die kein Spotify haben, was etwas schade ist. Auch muss ich sagen, dass die Fakten, die der Autor über die Lieder preisgibt zwar interessant und unterhaltsam sind, dass sie trotzdem jedoch relativ kurz ausfallen und nicht die Rede von den "wahren Geschichten" der Hits sein kann, wie es auf der Buchrückseite steht.

Mein Fazit:
Für jeden Musikfan eine wirklich vielfältige Lektüre, die unterhält und fasziniert.

Vielen Dank an den Prestel Verlag für die Bereitstellung des Buches!

Book of Songs bekommt von mir 4/5 Sterne!

Samstag, 6. Februar 2021

Rezension: Der Hobbit - J.R.R. Tolkien

Titel: Der Hobbit
Originaltitel: The Hobbit
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum: 01.Oktober 2012
Laufzeit: 654 Minuten
Verlag: der Hörverlag
Preis: 16,45€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Vorbei ist es mit dem beschaulichen Leben von Bilbo Beutlin, seit er sich auf ein Abenteuer eingelassen hat, das Hobbitvorstellungen bei Weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von der Dauer eines Jahres begibt, die ihn quer durch Mittelerde führen wird, er lässt sich auch vom Zwergenkönig als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich, den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen. Auf seiner abenteuerlichen Reise gelangt Bilbo in den Besitz des Ringes, den er später an seinen Neffen Frodo weitergibt – die Grundlage für die legendäre Trilogie um den »Einen Ring«.

Meine Meinung:
Ich glaube, ich muss mich mittlerweile nicht nochmal wiederholen, dass ich ein riesiger Fan von Tolkien und seinen Werken bin. Da ich von seinen kürzeren Geschichten inzwischen fast alle gehört habe, wollte ich mich jetzt diesem Hörbuch widmen, auch wenn ich das Buch schon vor einigen Jahren gelesen habe. 
Zur Geschichte kann ich nur sagen: Die Filme haben sie sehr bekannt gemacht und das nicht ohne Grund. Bilbo und seine Gefährten erleben auf ihrer Reise so viele Abenteuer, dass es nie langweilig wird. Die ganze Zeit über stellt sich die Frage, was sie wohl als nächstes erleben werden. Neben der Spannung kommt der Humor auch nicht zu kurz. Ich musste das ein oder andere Mal schmunzeln, was typisch für Tolkiens Bücher ist. Der Protagonist mit seiner zuerst gemütlichen Art, der im Laufe der Handlung jedoch über sich hinauswächst, kann einem nur ans Herz wachsen. 
"Der Hobbit" ist, wie Tolkiens andere Werke auch, in einem sehr belebenden und anschaulichen Schreibstil geschrieben. Ein weiteres Merkmal, das charakteristisch für ihn ist, besteht in der Grenzenlosigkeit seiner Fantasie, die Groß und Klein begeistert.
Ich werde mich in nächster Zeit definitiv weiterhin nach noch mehr Geschichten von diesem wunderbaren Autor umsehen.

Mein Fazit:
Eine wundervolle Geschichte, die die Fantasie anregt und sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder geeignet ist.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Der Hobbit bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 4. November 2020

Rezension: Roverandom - J.R.R. Tolkien

Titel: Roverandom
Originaltitel: Roverandom
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Ulrich Noethen
Erscheinungsdatum: 13. März 2003
Laufzeit: 2h 38min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 14,95€
Genre: Kinderbuch

Inhalt:
Als kleiner Hund legt man sich besser nicht mit einem schlecht gelaunten Zauberer an, denn sonst wird man womöglich, schneller als man blinzeln kann, in ein Spielzeug verwandelt...

Meine Meinung:
Mittlerweile müsstet ihr wohl alle mitbekommen haben, dass ich seit Monaten jedes von Tolkien für seine Kinder geschriebene Buch, das ich in die Hände bekommen kann, mit Vergnügen höre. 
Auch bei diesem wundervollen Exemplar wurde ich nicht enttäuscht. Das Cover, das mir mit seinem Bild des kleinen Protagonisten schon sehr zugesagt hat, verspricht nicht zu wenig. 
Wieder einmal schreibt Tolkien sehr humorvoll und entführt uns mit seinem anschaulichen Schreibstil in ein Reich der Fantasie, von dem wir nicht zu träumen wagen. Ich habe mich während des gesamten Hörens nicht einmal gelangweilt und war die ganze Zeit über gespannt darauf, was Roverandom wohl als nächstes erleben mochte. 
Auch bei diesem Hörbuch kann ich wieder ganz klar sagen: Es handelt sich um eine Geschichte für jedes Alter, auch Erwachsene werden ihren Spaß dabei haben. 
Der Sprecher ist dieses Mal ein anderer, und zwar Ulrich Noethen, der auch beim Sams mitspielt. Er verleiht dem Hörbuch aber, genau wie z.B. Gert Heidenreich auch, einen besonderen Charakter, der dazu einlädt, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass sie zwar nicht alle gleich sympathisch, dennoch der eine als auch der andere auf ihre eigene Art liebenswürdig sind.
Wieder einmal werde ich mich nach weiteren Kinderbüchern Tolkiens umsehen, auch wenn ich ein bisschen die Befürchtung habe, bald leider schon alle zu kennen.

Mein Fazit:
Eine Geschichte für jedes Alter, die die Grenzen der Fantasie erkundet und zu einer wunderbaren Reise einlädt.

Ein großes Dankeschön an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Roverandom bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 9. September 2020

Rezension: Bauer Giles von Ham - J.R.R. Tolkien

Titel: Bauer Giles von Ham
Originaltitel: Farmer Giles of Ham
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Hans Paetsch
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2005
Laufzeit: 59 min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 9,95€
Genre: Kinderbuch

Inhalt:
Er war Bauer Giles von Ham, und er hatte einen roten Bart. Ham war nur ein Dorf, aber Dörfer waren in jenen Tagen noch stolz und unabhängig. Als Bauer Giles eher zufällig einen verirrten Riesen in die Flucht schlägt, wird er zum umjubelten Lokal-Matador - bis der Drache kommt. Des Königs Ritter kneifen und unterhalten sich lieber über die neueste Hutmode, so dass sich Bauer Giles, gedrängt von den Dorfbewohnern, der Sache stellen muss... Doch mit Hilfe seines Schwerts Schwanzbeißer, das ihm der König versehentlich geschenkt hat, meistert er auch diese Situation und steigt zu Ruhm und Ehre auf.

Meine Meinung:
Ich glaube, ich brauche an dieser Stelle nicht wiederholen, dass ich sehr angetan von Tolkiens Kinderbüchern bin und am liebsten jedes einzelne lesen oder hören würde. 
Auch bei "Bauer Giles von Ham", dessen Cover meiner Meinung nach auch wieder sehr schön gestaltet ist, konnte ich mich wieder sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Charaktere, vor allem der Protagonist mit seinem ewig langen Namen, laden dazu ein, ihr Abenteuer mit zu verfolgen. 
Der Schreibstil ist wie immer von einer Prise Humor angehaucht, sodass ich an der ein oder anderen Stelle schmunzeln musste. Die Geschichte an sich hat mich sehr an ein Märchen erinnert, sie regt die Fantasie an und lädt zum Träumen ein. Natürlich möchte ich euch jetzt nicht zu viel über sie verraten, hört sie euch einfach selber an. ;)
Der Sprecher erledigt seinen Job wirklich wunderbar, indem er dem Ganzen eine spannende Atmosphäre verleiht, die nach Abenteuern ruft.
Alles in allem habe ich wirklich nur Positives über das Hörbuch zu berichten und werde mich wieder einmal weiterhin auf die Suche nach weiteren Kinderbüchern Tolkiens machen.

Mein Fazit:
Wieder einmal ein Kinderbuch, das auf alle Fälle auch für Erwachsene geeignet ist und die Fantasie eines jeden in Schwung bringt.

Vielen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bauer Giles von Ham bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Dienstag, 25. August 2020

Rezension: Die Briefe vom Weihnachtsmann - J.R.R. Tolkien


Titel: Die Briefe vom Weihnachtsmann
Originaltitel: Father Christmas Letters
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Christian Hoening 
Erscheinungsdatum: 12. September 2002
Laufzeit: 1h 5min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 9,95€
Genre: Kinderbuch



Inhalt:
Briefe an den Weihnachtsmann schreibt jedes Kind - aber welches bekommt schon Briefe von ihm zurück? Dieses Glück hatten John, Michael, Christopher und Priscilla, die Kinder von J. R. R. Tolkien. In den Briefen, die sie jedes Jahr - einer Familientradition folgend - erhielten, wird die Welt am Nordpol immer bunter und vielfältiger. Mit jeder Geschichte erfahren wir etwas Neues vom Weihnachtsmann und seinem putzig-trotteligen Helfer, dem Polarbären Karhu. Was der Weihnachtsmann bei der Erfüllung seiner anspruchsvollen Aufgabe erlebt, welche Pannen bei den schwierigen Weihnachtsvorbereitungen passieren können und warum es einige Weihnachtsfeste beinahe nicht gegeben hätte - das alles hören wir hier.
Christian Hoening erzählt mit brummiger und liebevoller Weihnachtsmann-Stimme vom Nordpolarbär und seinen Neffen Paksu und Valkotukka, von Schnee-Elfen, roten Zwergen und bösen Kobolden. Und zum Schluss weiß nicht nur jedes Kind, wo der Schalter für die Polarlichter ist.

Meine Meinung:
Wenn ihr meinen letzten Post gesehen habt, wisst ihr sicher, dass ich mich nach weiteren Büchern Tolkiens umsehen wollte, die er für seine Kinder geschrieben hat. Und hier bin ich nun. Zur Aufmachung des Hörbuchs kann ich wieder sagen, dass sich dabei Mühe gegeben wurde und es sogar wieder Zeichnungen enthält, die original aus Tolkiens Feder stammen. 
Die Geschichte an sich hat mir auch sehr gut gefallen, sie hat einfach den typischen Tolkien-Flair, der aus einer überbordenden Fantasie und einer Prise Humor besteht.
Die Charaktere, vor allem den tollpatschigen Polarbären muss man einfach mögen und gespannt seine nächsten Streiche abwarten. Gut fand ich auch, dass die Briefe wirklich aus einer Reihe von aufeinanderfolgenden Jahren stammen und auch bemerkbar wird, dass das aktuelle Zeitgeschehen immer ein bisschen mit reinspielt. Was dazu noch Realität in die ganze Geschichte bringt, ist die Tatsache, dass Tolkien diese Briefe wirklich Jahr für Jahr für seine Kinder schrieb.
Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass er wirklich kindergerecht ist, aber Erwachsene beim Hören auf alle Fälle auch auf ihre Kosten kommen.
Nun werde ich mich wohl weiter auf die Suche nach Tolkiens Meisterwerken machen und Ausschau nach weiteren Geschichten halten.

Mein Fazit:
Ein zauberhaftes Hörbuch, das für wirklich alle Altersklassen geeignet ist.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Briefe an den Weihnachtsmann bekommen von mir volle 5/5 Sterne!

Donnerstag, 30. Juli 2020

Rezension: Herr Glück - J.R.R. Tolkien

Titel: Herr Glück
Originaltitel: Mr. Bliss
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum: 25. November 2013
Laufzeit: 47 min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 12,99€
Genre: Kinderbuch


Inhalt:
Herr Glück ist ein Exzentriker. Er ist berühmt wegen seiner Vorliebe für hohe Hüte und für das Giraffi nchen, das in seinem Garten lebt. Eines Tages beschließt er, ein Auto zu kaufen. Doch schon bei seiner ersten Fahrt stellen sich ihm einige Hindernisse in den Weg. Manches beruht auf den zweifelhaften Fahrkünsten von Herrn Glück. Doch für das meiste kann man ihn wirklich nicht verantwortlich machen. Wer kann schon vorhersehen, dass er von drei Bären überfallen wird? 

Meine Meinung:
Wie ihr mittlerweile bestimmt mitbekommen habt, bin ich großer Tolkien Fan und wollte mich jetzt auch mal an eines seiner Werke heranwagen, das nicht in Mittelerde spielt. Ich habe es, als ich einmal angefangen hatte, auch in einem Rutsch durchgehört (ich weiß, kein Kunststück bei 47 min). Zur Geschichte an sich kann ich nur sagen, dass sie wirklich unterhaltsam ist (und das nicht nur für Kinder) und ich das ein oder andere Mal auch Schmunzeln musste. Wie schon von Tolkien gewohnt, ist die Handlung zudem sehr fantasievoll gestaltet und regt zum Nachdenken an. Obwohl ich die Charaktere nur kurz kennengelernt habe, sind sie mir mit ihrer skurrilen Art ans Herz gewachsen.
Das Cover des Hörbuchs ist meiner Meinung nach wirklich schön gestaltet und was mir auch gefallen hat, sind die Illustrationen passend zur Geschichte, die persönlich von Tolkien stammen.
Gert Heidenreich als Sprecher erfüllt seine Aufgabe, wie in allen Hörbüchern, die ich bereits mit ihm gehört habe, wieder einmal wunderbar und lässt mit einer großartigen Anschaulichkeit in die Geschichte eintauchen.
Nach dem Hörgenuss dieses Hörbuchs werde ich auf alle Fälle mal nach weiteren Werken Tolkiens, die er ursprünglich für seine Kinder geschrieben hat, Ausschau halten.

Mein Fazit:
Eine witzige, spannende Geschichte nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die ganz Großen.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Herr Glück bekommt von mir volle 5/5 Sterne! 

Donnerstag, 2. Juli 2020

Rezension: Northanger Abbey - Jane Austen

 Titel: Northanger Abbey
Originaltitel: Northanger Abbey
Autorin: Jane Austen
Sprecher: Ulrich Noethen, Anna Drexler u.v.m.
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Laufzeit: 2h 13min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 20,00€
Genre: Roman


Inhalt:
Gotische Abteien, gruselige Mönche, verworrene Handlungen – die junge Catherine Morland liebt Schauerromane! Sie reist mit Freunden der Familie für einige Wochen nach Bath, wo sie sich in den charmanten Henry Tilney verliebt. Als sie von dessen Schwester und deren Vater auf den Familiensitz Northanger Abbey eingeladen wird, sagt sie begeistert zu. Durch ihre sich überschlagende Phantasie manövriert sie sich dort allerdings in die eine und andere peinliche Lage...

Meine Meinung:
Wie ihr anhand meiner letzten Rezension bestimmt mitbekommen habt, möchte ich meine Jane Austen Kenntnisse gerne erweitern. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, dieses Hörspiel hören zu können. Die Aufmachung des Covers ist meiner Meinung nach wunderschön gestaltet und das Innere ist mit hilfreichen Details ausgestattet: Neben Informationen zu den Beteiligten mit dazugehörigen Fotos, beinhaltet das Booklet ein Vorwort von Hans Pleschinski. Dieses sollte man zwar nicht vor dem Hören der Geschichte lesen, wenn man diese noch nicht kennt, was ich glücklicherweise nicht getan habe, es hat jedoch viel Spaß gemacht, es zu lesen und enthält Informationen zu historischen Hintergründen, der Autorin und ihrer Lebenseinstellung und ihrem Wirken und zuletzt auch über die Geschichte an sich.
Zur Handlung von "Northanger Abbey" muss ich sagen, dass ich sie wirklich unterhaltsam fand. Es geht zuerst um Catherines Aufenthalt in Bath und das Kennenlernen der weiteren Charaktere dort und wird im zweiten Teil schließlich wirklich spannend, wenn sie zusammen mit der Familie der Tilneys auf dessen Familiensitz reist. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber ab und zu haben es die Sprecher wirklich geschafft, mir einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen, dazu kommt, dass ich das Hörspiel nachts gehört habe. Jane Austens erster Roman regt oftmals auch zum Nachdenken, z.B. über gesellschaftliche Verhältnisse, aber auch Dinge wie Freundschaft und Liebe an. Als Balance zu diesem Kontemplieren gibt es auch einige Momente, bei denen ich Schmunzeln musste. Catherine als Protagonistin war mir auf Anhieb sympathisch mit ihrer Ehrlichkeit und Herzensgüte.
Soviel zur Geschichte. Jetzt zu den Sprechern: Ausnahmslos jeder hat seinen Charakter sehr authentisch rübergebracht und so ein Hörerlebnis kreiert, das wirklich bemerkenswert ist. Zudem wurden die Szenen hin und wieder durch Musik untermalt, vor allem für die Bälle eine schöne Vervollständigung. Was die spannungsgeladenen Szenen noch echter erschienen ließ, war, dass im Hintergrund auch Geräusche eines Gewitters und Ähnlichem eingebaut wurden. Ein besonderes Highlight war für mich, dass dazu Fragmente aus dem gotischen Roman "Udolphos Geheimnisse", gelesen auf Englisch von Simon Scardanelli, integriert wurden und somit eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt haben.
Wie ihr sehen könnt, habe ich ausschließlich Positives zu dieser Produktion zu berichten. Ich werde mich in naher Zukunft auf jeden Fall noch mit weiteren Romanen Austens beschäftigen.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Produktion, mit tollen Sprechern und Musikern, die nicht nur spannend horchen lässt, sondern auch amüsiert.

Ein großes Dankeschön an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Northanger Abbey bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Sonntag, 7. Juni 2020

Rezension: Stolz und Vorurteil - Jane Austen

Titel: Stolz und Vorurteil
Originaltitel: Pride and Prejudice
Autorin: Jane Austen
Sprecher: Margot Trooger, Günther Dockerill u.v.m.
Erscheinungsdatum: 8. September 2015
Laufzeit: 1h 15min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 14,99€
Kaufen?
Genre: Roman

Inhalt:
Die fünf Töchter der nicht gerade wohlhabenden Familie Bennet müssen unter die Haube gebracht werden. Hoffnung schöpft die Familie, als der unverheiratete Gutsbesitzer Darcy im benachbarten Herrenhaus zu Gast ist. Doch seine stolze Reserviertheit wird ihm von der klugen und selbstbewussten Eliza als Standesdünkel ausgelegt. Erst wenn Eliza ihre Vorurteile und Darcy seinen Stolz ablegt, kann sich das Hochzeitskarussell wieder drehen.

Meine Meinung:
Dieses Hörspiel wollte ich gerne hören, weil ich den Film schon vor einiger Zeit gesehen hatte und sehr begeistert von der Geschichte rund um Elizabeth war. Es wurde schon 1959 vom Hessischen Rundfunk produziert, was man natürlich auch ein bisschen an der Audioqualität gemerkt hat, mich aber nicht störte, weil das in gewisser Weise auch zur Authentizität der Aufnahme beigetragen hat. 
Die Sprecher an sich haben meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet und ihre Charaktere realistisch rübergebracht. Zwischendurch gab es zudem Musikeinlagen, die das Ganze schön untermalt haben. Jedoch wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, die in die Musik investierte Zeit mehr in die Geschichte zu investieren, da diese mit ihren knapp 75 Minuten etwas kurz dran war. Auch wenn ich das Buch zugegebenermaßen nicht gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass einige Ereignisse ausgelassen wurden und wirklich nur auf die wichtigsten Handlungspunkte eingegangen wurde.
Jedoch lässt sich das Hörspiel gut zwischendurch hören und ist sehr unterhaltsam.
Zur Handlung an sich brauche ich an dieser Stelle denke ich nicht allzu viel sagen: Sie besteht aus unterschiedlichen Strängen und bleibt bis zum Ende mit Spannung beladen. Außerdem regt sie, wie ich finde, sehr zum Nachdenken über Themen, wie z.B. unterschiedliche Gesellschaftsschichten und natürlich die Überwindung von Stolz und Vorurteilen, die den Weg zur Realität versperren können, an.
Nach dem Hören dieses Werkes bin ich auf jeden Fall daran interessiert, das Buch mal in ganzer Länge zu lesen und mir ein Bild davon zu machen.

Mein Fazit:
Ein Hörspiel, dessen Themen nachdenklich machen und moralisch sehr wertvoll sind.

Vielen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Stolz und Vorurteil bekommt von mir 4/5 Sterne!

Donnerstag, 9. April 2020

Rezension: Queen of Air and Darkness - Cassandra Clare

Titel: Queen of Air and Darkness - Die dunklen Mächte 3
Originaltitel: Queen of Air and Darkness - The Dark Artifices 3
Autorin: Cassandra Clare
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2019
Seitenzahl: 1024
Verlag: Goldmann
Preis: 20,00€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Unversöhnlicher Hass erfüllt die einzelnen Gruppen, und auf den Stufen des Ratssaales ist unschuldiges Blut vergossen worden. Auch die Blackthorns haben einen schrecklichen Verlust erlitten, und in tiefer Trauer flieht die Familie nach Los Angeles. Nur Julian und Emma machen sich auf den Weg ins Feenreich. Trotz der Gefahren, die der Fluch ihrer verbotenen Liebe mit sich bringt, wollen sie dort das Schwarze Buch der Toten wiederbeschaffen. Stattdessen entdecken sie ein Geheimnis, so dunkel und gefährlich, dass es die gesamte Unterwelt zu vernichten droht...

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Weil ich von den ersten beiden Teilen der dunklen Mächte Trilogie super begeistert war, war es natürlich klar, dass ich den finalen Band auch lesen wollte. Zudem gehört Cassandra Clare zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, mit der "Chroniken der Unterwelt"-Reihe und der "Chroniken der Schattenjäger"-Trilogie.
Zum Cover möchte ich erst einmal sagen, dass es, genau wie die anderen Teile der Trilogie, wunderschön gestaltet ist und auch gut mit dem Inhalt harmoniert. Außerdem befinden sich im Einband Zeichnungen von wichtigen Orten Alicantes, eine schöne Beilage.
Inhaltlich knüpft das Buch von der ersten Seite an spannend an seinen Vorgänger an. Es besteht aus vielen unterschiedlichen Handlungssträngen, die verschiedene Charaktere umfassen und an vielen Stellen zusammenlaufen, was beim Lesen für Abwechslung sorgt. Selbstverständlich waren alle Figuren schon aus "Lord of Shadows" bekannt, sodass es wie ein freudiges Wiedersehen, auch mit vielen schon länger bekannten Charakteren, wie z.B. Jem und Tessa oder Clary und Jace war. Julian und Emma als Hauptprotagonisten kann man meiner Meinung nach mit ihrem Mut und ihrer Fürsorge für diejenigen, die sie lieben, nur mögen. Die ganze Blackthorn Familie, bestehend aus vollkommen unterschiedlichen Menschen, habe ich wirklich sehr ins Herz geschlossen, sie wird von Cassandra Clare einfach so authentisch gezeichnet, dass sie sehr real wirkt. 
Cassandra Clares Schreibstil gefällt mir aus dem Grund so gut, weil sie sich mit ihren Beschreibungen von Orten und Charakteren einfach Zeit nimmt und somit eine wirklich wirklichkeitsnahe Atmosphäre erschafft.
Obwohl "Queen of Air and Darkness" unglaublich viel Spannung bereithält, gibt es durch bestimmte Charaktere (wie beispielsweise Jace Herondale) auch amüsierende Momente und auch solche, die wirklich zum Nachdenken anregen. Es hält sich also die Waage zwischen Action und Abenteuer und Verstand und Gefühl. 
Zum Ende möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, es hat mir auf jeden Fall sehr gefallen und mich irgendwie glücklich gemacht.
Nach der Lektüre dieses erneuten Meisterwerks Clares werde ich weiterhin nach ihren Neuerscheinungen Ausschau halten.

Mein Fazit:
Ein typisches Cassandra Clare Buch: Spannung, Humor und eine große Portion Stoff zum Nachdenken.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Queen of Air and Darkness bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Montag, 30. März 2020

Rezension: Die Kinder Húrins - J. R. R. Tolkien

Titel: Die Kinder Húrins
Originaltitel: The Children of Húrin
Autor: J. R. R. Tolkien
Sprecher: Gert Heidenreich
Erscheinungsdatum: 02. März 2010
Laufzeit: 8h 4min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 16,99€
Genre: Fantasy

Inhalt:
In den Ältesten Tagen Mittelerdes, lange vor dem "Herrn der Ringe", wird Húrin von Morgoth, dem Schwarzen Feind, gefangen genommen und verflucht. Sein tapferer Sohn Túrin nimmt den Kampf gegen die dunkle Macht auf, um seine Familie zu rächen und einem düsteren Schicksal zu entgehen.


Meine Meinung:
Als großer Fan der "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" Bücher und auch der Geschichte des "Silmarillion" möchte ich möglichst viel aus Tolkiens Welt lesen bzw. hören. Ich hatte dieses Hörbuch schon vor einiger Zeit angefangen und nach kurzer Hörzeit irgendwie nicht mehr weitergehört. Weil ich im Moment sehr viel Zeit habe, habe ich mich wieder an die Geschichte heran gewagt und habe es jetzt innerhalb weniger Tage beendet. Meiner Meinung nach kann man während des Hörens wunderbar gleichzeitig Mandalas ausmalen.
Zur Geschichte an sich kann ich nur sagen, dass es wie in allen Geschichten Tolkiens, die ich bisher kennenlernen durfte, um Heldentaten und Abenteuer, aber auch um Familienbande und Liebe geht, was für eine abwechslungsreiche Unterhaltung sorgt. Es tauchen sehr viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Familien auf, die sich jedoch gut einordnen lassen, da in dem kleinen Booklet vier hilfreiche Familienstammbäume untergebracht wurden, die den Überblick enorm erleichtern.
Túrin als Protagonist war zwar keineswegs eine perfekte Figur, aber eben das hat ihn sehr realistisch gemacht. Zum Ende des Hörbuchs möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel verraten, nur so viel: Es war spannungsgeladen und ereignisreich.
Gert Heidenreich war als Sprecher super, weil er einfach schön betont hat und die Stimmen der einzelnen Figuren sehr überzeugend wirkten.
In dem kleinen Booklet finden sich außerdem noch ein paar Informationen zu Tolkien und seinem Leben und dem Sprecher Gert Heidenreich, was ich als Beilage sehr interessant fand. Auch gab es neben der Stammbäume noch eine Karte von Beleriand und Umgebung, die ich wirklich oft zur Hand genommen habe, um mit den landschaftlichen Beschreibungen des Erzählers zurecht zu kommen.
Nach dem Hörerlebnis dieser fantasiereichen Erzählung möchte ich auf alle Fälle noch mehr von Tolkien lesen oder hören!

Mein Fazit:
Ein spannendes Abenteuer mit tollkühnen Helden und hinterlistigen Bösewichten.

Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar!

Die Kinder Húrins bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Donnerstag, 26. März 2020

Rezension: Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär

Titel: Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär
Autor: Walter Moers
Erscheinungsdatum: 09. September 2019
Seitenzahl: 720
Verlag: Penguin
Preis: 18,00€
Genre: Fantasy


Inhalt:
Ein Blaubär, wie ihn keiner kennt, entführt in eine Welt, in der Phantasie und Humor auf abenteuerliche Weise außer Kontrolle geraten sind: Auf dem Kontinent Zamonien sind Sandstürme viereckig und Intelligenz ist eine übertragbare Krankheit, hinter jeder Idylle lauert eine tödliche Gefahr und es hausen dort all jene Wesen, die aus dem normalen Leben verbannt sind. In dreizehneinhalb Lebensabschnitten kämpft sich der blaue Bär durch ein märchenhaftes Reich, in dem alles möglich ist – außer Langeweile.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Da ich erst vor kurzem "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers gelesen habe und von der von ihm erschaffenen Welt und seinen Geschöpfen so begeistert war, wollte ich mich jetzt natürlich einem weiteren seiner Zamonien-Romane widmen. 
Die Gestaltung des Covers fällt mit seiner Buntheit direkt ins Auge und lädt dazu ein, das Buch aufzuschlagen, um den Inhalt zu betrachten. Auch von innen ist es wunderschön: Auf fast jeder Seite taucht eine farbige Zeichnung auf, die die Geschichte untermalt und die Fantasie des Lesers anregt. Zudem sind auch die Seiten teilweise farbig, genauso wie die Schrift. Dazu kommt außerdem, dass der Autor mit der Schriftgröße von einzelnen Wörtern spielt, was das Geschriebene visuell schön unterstreicht. Zum Inhalt des Romans kann ich nur sagen, dass ich selten ein fantasievolleres Buch gelesen habe. In seinen 13 1/2 Leben erlebt Blaubär unheimlich viel, von Riesenspinnen und Lügenduellen, über Tornados und monströsen Schiffen, bis zu weiten Wüsten und Dimensionslöchern. Auf keiner einzigen Seite gibt es nichts zu erleben. Bei vielen Wesen und Dingen, die Walter Moers beschreibt, frage ich mich, wie er auf so kreative Einfälle kommt. 
Sein Schreibstil hat mir, wie auch in "Die Stadt der träumenden Bücher" super gefallen, er besteht zwar manchmal aus sehr langen, verschachtelten Sätzen und bedient sich auch einer recht gehobenen Sprache, aber eben das macht das Buch, von dem man ja annehmen könnte, es sei lediglich für Kinder verfasst worden, so lesenswert. Zu der Spannung, die auf nahezu jeder Seite herrscht, gesellt sich oftmals auch Humor, was das Leseerlebnis sehr abwechslungsreich macht. Ich musste an so mancher Stelle schmunzeln.
Blaubär als Hauptcharakter habe ich sofort ins Herz geschlossen, weil er eine wirklich authentische Figur darstellt, die zwar oft mutig und selbstsicher ist, aber in bestimmten Situationen auch Furcht zeigt. 
Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher aus der Welt Zamoniens in die Hand nehmen, wenn ich mal wieder in ein vollkommen anderes Universum eintauchen möchte.


Mein Fazit:
Ein Roman für alle Altersgruppen, der mit seiner unglaublichen fantasievollen Vielfalt und einem liebenswürdigen Protagonisten besticht.

Ein großes Dankeschön an den Penguin Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubärs bekommt von mir volle 5/5 Sterne!


Freitag, 6. März 2020

Rezension: Sterben - Karl Ove Knausgård

Titel: Sterben
Originaltitel: Min Kamp 1
Autor: Karl Ove Knausgård
Erscheinungsdatum: 11. März 2013
Seitenzahl: 576
Verlag: btb
Preis: 11,00€
Genre: Autobiografie

Inhalt:
Als Knausgård sich mit seinem Bruder daran macht, den Nachlass ihres verstorbenen Vaters zu ordnen, bietet sich beiden ein Bild des Grauens. Während sie das Haus reinigen und die Beerdigung vorbereiten, kommen Erinnerungen hoch. So sehr hat dieser Vater einen Schatten auf das Leben der Brüder geworfen, dass sie den Bestatter bitten, die Leiche sehen zu dürfen. Erst dann, so sind sich beide einig, werden sie glauben können, dass er wirklich tot ist. Der Sog, der von Knausgårds direkter Art des Erzählens schon mit den ersten Sätzen ausgeht, macht seinen Roman zu einer faszinierenden und erschütternden Lektüre. Gerade weil er so radikal persönlich schreibt, gewinnt sein Text eine schmerzliche Allgemeingültigkeit. Selten ist in einem Stück Literatur so greif- und fühlbar geworden, was jeder Mensch ist: ein einmaliger und unerschöpflicher innerer Kosmos.

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Als großer Fan der Vier-Jahreszeiten Bände und auch seines erst letztes Jahr erschienenen Buches "So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche" wollte ich mich jetzt gerne auch mal an sein autobiografisches Projekt wagen, das aus sieben Büchern besteht. 
Direkt als ich mit dem Lesen angefangen habe, habe ich seinen Schreibstil wiedererkannt, der einfach einmalig ist. Er schreibt mit einer unglaublichen Aufmerksamkeit, mit der er die Welt um sich herum wahrnimmt und jedes einzelne Detail beobachtet. Außerdem nimmt er nicht nur die Oberfläche, sondern auch die tiefer liegenden Eigenschaften von Gegenständen und Phänomenen wahr, was mir schon in den Vier-Jahreszeiten Bänden positiv aufgefallen ist. 
Während des gesamten Buches wechselt Knausgård zwischen unterschiedlichen Etappen seines Lebens, so erzählt er mal von einem prägenden Erlebnis seiner Kindheit, von einigen Erinnerungen aus seiner Jugend und später sehr genau vom Tod seines Vaters und den anschließenden Tagen, die er damit verbringt, seine Beerdigung vorzubereiten und vor allem die Beziehung zu ihm zu überdenken. Blickt man danach auf seine Erzählungen zurück, so stellt man fest, dass ein Großteil von ihnen in direktem oder indirektem Zusammenhang zu seinem Vater stehen und somit gezielt auf die Erlebnisse nach seinem Ableben verweisen.
Knausgård besitzt zudem die Fähigkeit, die Personen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben präzise zu beschreiben, sodass der Eindruck entsteht, diese Menschen persönlich getroffen zu haben. Er fasst deren Charaktere genau auf und zeichnet so ein überraschend passendes Porträt von ihnen.
Gut gefallen hat mir zudem, dass der Autor zahlreiche interessante, teilweise fast schon philosophische Themen in seinen Sätzen anspricht, sodass ich während des Lesens auf fast jeder Seite zum Innehalten und Nachdenken angeregt wurde. Auch habe ich durch seine Formulierungen einen differenzierten Blickwinkel auf viele Dinge, wie vor allem den Tod, um den es in seinem Buch ja vor allem geht, bekommen.
Karl Ove Knausgård schreibt über sein Leben mit einer so unglaublichen Intimität und versteckt dabei auch nicht seine scheinbar negativen Charakterzüge, sodass er den Anschein erweckt, sich einfach nur seinem Tagebuch mitzuteilen und nicht einer Leserschaft von vielen Menschen. Genau das ist es, was ich an ihm und seinen Büchern so bewundere. Mit Sicherheit werde ich mich bald an den nächsten Teil dieses autobiografischen Projekts machen!

Mein Fazit:
Ein mit außerordentlicher Vertraulichkeit geschriebenes Buch, das auf die großen, aber auch die kleineren, sonst unauffälligen Dinge im Leben eingeht.

Vielen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Sterben bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Freitag, 4. Oktober 2019

Rezension: The Lord of the Rings - J.R.R. Tolkien

Titel: The Lord of the Rings
Autor: J.R.R. Tolkien
Sprecher: Michael Hordern, Robert Stephens, Ian Holm
Erscheinungsdatum: 17. August 1999
Laufzeit: 11h 53min
Verlag: der Hörverlag
Preis: 36,99€
Genre: Fantasy

Inhalt:
Die mitreißende Inszenierung der BBC erweckt die phantastische Welt Mittelerdes zum Leben. Das Original-Hörspiel orientiert sich eng an der Buchvorlage des weltberühmten Fantasy-Autors und wurde von dessen Sohn, Christopher Tolkien, persönlich betreut. Zu hören sind die bekanntesten Schauspieler Großbritanniens wie Michael Hordern, Robert Stephens und Ian Holm, der Bilbo im Film, als Frodo.
Tolkiens Meisterwerk im englischen Original, das Hörspiel, das die Schauspieler am Filmset zur Einstimmung hörten!

Meine Meinung:
Da ich schon vom englischsprachigen Hörspiel zum Hobbit so begeistert war und generell ein großer Fan von Tolkiens Welt bin, habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, dieses Hörspiel hören zu dürfen.
In dem Moment, in dem ich mit dem Hören begonnen habe, befand ich mich wieder in Mittelerde und erlebte das ganze Abenteuer mit Frodo, Sam und den anderen Gefährten erneut hautnah mit. Es hat mir viel Freude bereitet, das Ganze auf englisch zu verfolgen und weil ich mit der Geschichte an sich durch die Bücher und auch die Filme schon sehr vertraut bin, war das auch kein Problem. Das mag auch daran gelegen haben, dass die Sprecher sich alle recht verständlich artikuliert haben. Zu Tolkiens meisterhaften Geschichte, sprich zum Inhalt, muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr allzu viel sagen. Er hat mit Mittelerde eine Welt für sich erschaffen und der Herr der Ringe besteht natürlich hauptsächlich aus spannenden Momenten, hält zwischendurch zur Abwechslung aber auch emotionale und humorvolle Situationen bereit.
Sehr gut gefallen hat mir an der Aufbereitung des Hörspiels, dass an vielen Stellen passende Hintergrundgeräusche, wie z.B. Hufgetrappel, das Klirren von Schwertern oder das Dröhnen von Trompeten eingefügt wurde, sodass das Ganze noch realitätsnäher wird.
Dazu kommen oftmals noch Lieder, die die Handlung zusätzlich hervorragend untermalen und auch etwas mehr Leben in das Hörspiel bringen.
Erwähnenswert ist außerdem das kleine Booklet, das hilfreiche Informationen zur Produktion des Hörspiels gibt.
Obwohl ich die Geschichte kannte und meist wusste, was als nächstes passiert, wurde mir in keinem Augenblick langweilig.
Ich werde fortan bestimmt noch einige Hörbücher aus dem Tolkien Universum hören.

Mein Fazit:
Für alle Tolkien-Begeisterten, oder die, die dazu werden wollen, eine große Empfehlung. Auch gut dazu geeignet, mal wieder ein bisschen seine Englischkenntnisse aufzufrischen.

Ein großes Dankeschön an den Hörverlag für die freundliche Bereitstellung des Hörspiels!

 The Lord of the Rings bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Rezension: So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche - Karl Ove Knausgård


Titel: So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche
Originaltitel: Så mye lengsel på så liten flate
Autor: Karl Ove Knausgård 
Erscheinungsdatum: 23. September 2019
Seitenzahl: 288
Verlag: Luchterhand Literaturverlag 
Preis: 24,00€
Genre: Kunst & Kultur 


Inhalt:
Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt? In einer höchst persönlichen Weise nähert sich Karl Ove Knausgård bekannten wie unbekannten Bildern Munchs - in dem Versuch zu ergründen, was in ihnen auf dem Spiel steht und auf welche Art sie in unserer Kultur weiterleben. Er fährt zu Orten, an denen Munch lebte, spricht mit Kunstkennern und Künstlern – aber vor allem schreibt er über seine eigene Beziehung zu Edvard Munch, ausgehend von der naiven
Frage: Was ist Kunst und wozu brauchen wir sie eigentlich?

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Als großer Fan Knausgårds Jahreszeiten-Bände hat mich sein neuestes Buch natürlich auch angesprochen, obwohl ich von Edvard Munch bisher noch nicht allzu viel wusste.
In dem Moment, in dem ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich mich direkt in Knausgårds anschaulichen Schreibstil wiedergefunden, der wirklich einmalig ist.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die sich jeweils mit unterschiedlichen Schriftstellern oder Künstlern beschäftigen, die an Munch erinnern und von ihm beeinflusst worden sein könnten. 
Enthalten sind in „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ auch einige farbig abgedruckte Bilder Munchs, über die Knausgård teilweise schreibt. Wenn er nicht gerade über Bilder schreibt, befasst er sich mit dem Hintergrund zu diesen, also mit Munchs Leben, seinen Vorstellungen und seinem Wesen. Gut gefallen haben mir auch die Interviews mit Schriftstellern und Menschen, die Munch ähneln und von ihm beeinflusst worden sein könnten.
Am liebsten mag ich an Knausgårds Büchern, dass er auf einer so persönlichen Ebene schreibt, dass der Eindruck entsteht, er würde sich seinem Tagebuch mitteilen. Auch wenn man sich beim Lesen wirklich konzentrieren muss, da seine Sätze oft sehr lang und verschachtelt sind, hat er sehr interessante Gedankengänge und eröffnet neue Perspektiven auf die Welt, sodass ich mit jedem Satz zum Nachdenken angeregt wurde.
Ich werde in Zukunft auf jeden Fall nach Knausgårds neuen Büchern Ausschau halten und mich vielleicht auch mal an sein autobiographisches Projekt herantrauen.

Mein Fazit:
Eine große Empfehlung für sowohl Kunstliebhaber, als auch Knausgård Fans.

Vielen Dank an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar!

So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche bekommt von mir volle 5/5 Sterne!





Freitag, 30. August 2019

Rezension: Die Frau im Musée d‘Orsay - David Foenkinos

Titel: Die Frau im Musée d‘Orsay
Originaltitel: Vers la beauté
Autor: David Foenkinos 
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2019
Seitenzahl: 240
Verlag: Penguin 
Preis: 20,00€
Genre: Roman 


Inhalt:
Warum nur flieht Antoine Duris Hals über Kopf aus seinem bisherigen Leben? Er war Professor an der Hochschule der Schönen Künste in Lyon und zieht nun nach Paris, um im Musée d'Orsay, wo die farbenfrohen Gemälde von Manet, Monet und Modigliani hängen, Wärter zu werden. Keiner kennt die Gründe für diesen plötzlichen Wandel, keiner weiß, wie sehr ihn das Schicksal seiner hochbegabten Studentin Camille mitgenommen hat. Erst als er Mathilde kennenlernt, findet Antoine einen Weg, sich der Freude, dem Genuss und der Liebe wieder hinzugeben...

Mein Lieblingszitat:

Meine Meinung:
Angesprochen hat mich dieses Buch vor allem, weil ich schon „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ und „Lennon“ von Foenkinos gelesen habe und wirklich begeistert war.
Außerdem habe ich es bedauerlicherweise zeitlich nicht mehr ins Musée d‘Orsay geschafft, als ich letzten Monat in Paris war.
Als ich den Roman gestern aufschlug, habe ich ihn fast in einem Rutsch gelesen, wobei die Seitenzahl natürlich auch nicht sehr hoch ist. Die Geschichte konnte mich aus irgendeinem Grund direkt fesseln und hat mich auch erst einmal nicht mehr freigegeben. Hauptprotagonist Antoine Duris war mir direkt sympathisch, er wurde durch den Autor unglaublich echt und wirklichkeitsnah gezeichnet, sodass es wirkte, als würde er die Geschichte eines Bekannten erzählen. „Die Frau im Musée d‘Orsay“ ist in vier Teile und einen Epilog aufgeteilt, wobei die Teile nicht die zeitliche Chronologie befolgen. Aus diesem Grund wird dem Leser erst nach und nach klar, warum Monsieur Duris sich so verhält, wie er es tut. 
Für einen Roman enthält das Buch nach meinem Empfinden eine ordentliche Portion Spannung, die, auch durch teilweise eingefügte Fußnoten, mit Humor gepaart wird. 
Sehr gefallen hat mir auch Foenkinos Schreibstil, der irgendwie poetisch und gleichzeitig komisch auf eine gute Art und Weise ist. Die Dialoge schreibt er einfach nieder, wie sie ablaufen, ganz ohne erzählerische Stimme dahinter, sodass man sich den Charakteren direkt näher fühlt. Die Realitätsnähe gilt nicht nur für Monsieur Duris, sondern für alle Figuren, die Foenkinos erschafft. 
Über das Ende verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viel, es ist auf jeden Fall sehr überraschend, genau wie der ganze Roman an sich verwundert.

Mein Fazit:
Ein wundervoller Roman, der aus dem Leben gegriffen zu sein scheint und sich mit vielen den Menschen wichtigen Dingen beschäftigt.

Ein großes Dankeschön an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Frau im Musée d’Orsay bekommt von mir volle 5/5 Sterne!